"Urbi et Orbi": Papst Franziskus betet für den Frieden

Weihnachten im Vatikan : Papst Franziskus betet für den Frieden

Papst Franziskus hat um Weihnachtsfrieden für die Opfer von Kriegen und Terrorismus auf aller Welt gebeten. Den anwesenden Zehntausenden Gläubigen spendete er den traditionellen Segen "Urbi et Orbi".

"Friede denen, die durch grausame Terrorakte, die im Herzen vieler Länder und Städte Angst und Tod gesät haben, verletzt wurden oder einen geliebten Menschen verloren haben", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag in seiner traditionellen Weihnachtsbotschaft.

Geschätzte 40.000 Menschen kamen in diesem Jahr, um den Höhepunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan mitzuerleben. Wegen verschärfter Sicherheitsvorkehrungen mussten sie in langen Schlangen anstehen, bevor sie einen Blick auf den Papst auf dem Balkon des Petersdoms erhaschen konnten.

"Friede den Männern und Frauen im gemarterten Syrien"

Von dort aus forderte er eine politische Lösung für den seit fast sechs Jahren andauerenden Konflikt in Syrien. "Friede den Männern und Frauen im gemarterten Syrien, wo allzu viel Blut vergossen wurde. Vor allem in der Stadt Aleppo, die in den letzten Wochen Schauplatz einer der grauenhaftesten Schlachten war, ist es umso dringlicher, dass die Menschenrechte geachtet werden und für die erschöpfte Zivilbevölkerung, die sich immer noch in einer verzweifelten Situation großen Leidens und Elends befindet, Hilfe und Beistand gewährleistet wird", sagte der Papst.

Warnung vor dem Weihnachtsrummel

Er sprach aber auch eine ganze Reihe von anderen Konflikten auf der ganzen Welt an. Israel und die Palästinenser rief er auf, Hass und Rachegedanken aufzugeben, und an einer Friedenslösung zu arbeiten. Zudem beklagte der Papst die Konflikte in Nigeria, in der Ostukraine, in Myanmar, auf der koreanischen Halbinsel sowie in Venezuela.

Vor der Weihnachtsbotschaft und dem Segen "Urbi et Orbi" hatte Franziskus am Heiligen Abend bereits eine Christmette im Petersdom gefeiert. Dort appellierte er an die Gläubigen, bei der Feier der Geburt Jesu Christi an das Leid der Kinder zu denken, die vor Bomben fliehen oder in Booten flüchten müssen. Auch warnte der Papst davor, sich nicht von dem kommerziellen Weihnachtsrummel vereinnahmen zu lassen. Damit sei man besorgt um Geschenke, aber kalt gegenüber den Menschen, die am Rande der Gesellschaft stünden, warnte er.

(ap)