Unwetter auf Mallorca 2018: Hunderte suchen im Schlamm nach einem vermisstem Kind

Katastrophe auf Mallorca: Hunderte suchen im Schlamm nach vermisstem Kind

Rettungskräfte suchen drei Tage nach dem schweren Unwetter auf Mallorca unermüdlich nach einem noch immer vermissten Kind.

Die Suche konzentriere sich mittlerweile auf ein bestimmtes Gebiet im Nordosten der Baleareninsel, nachdem am Donnerstagabend der Rucksack des Jungen entdeckt worden sei, berichtete das spanische Fernsehen am Freitagmorgen. Rund 150 Helfer durchkämmten nach Angaben der mallorquinischen Zeitung „Ultima Hora“ die ganze Nacht die Region.

Neuen Informationen zufolge ist der Junge acht Jahre alt und nicht fünf, wie zuvor in Spanien berichtet worden war. Seine Mutter kam den Angaben zufolge bei den Überflutungen vom Dienstagabend ums Leben.

Bisher wurden zwölf Menschen tot geborgen, darunter drei Deutsche. Nach einem Sturzregen in der Gegend um den Ort Sant Llorenç des Cardassar hatten sich Straßen innerhalb kürzester Zeit in reißende Flüsse verwandelt.

  • Überschwemmungen verwandeln Straßen auf Mallorca in Flüsse

Die Einsatzkräfte schließen nicht aus, dass weitere Menschen unter den Schlamm-Massen begraben sein könnten - es würden immer wieder persönliche Gegenstände entdeckt, die befürchten ließen, dass es weitere Vermisste geben könnte, sagte ein Mitglied der Rettungsteams dem Nachrichtensender „Canal 24 Horas“.

Am Nachmittag will das spanische Königspaar auf die Insel kommen, um sich vor Ort ein Bild von der Lage im Katastrophengebiet machen. König Felipe wollte am Morgen zunächst in Madrid die Militärparade anlässlich des spanischen Nationalfeiertages abnehmen und am Nachmittag mit Ehefrau Letizia nach Mallorca reisen.

(csr/dpa)
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