Vor Sansibar gesunkenes Schiff: Unglücksfähre soll seetüchtig gewesen sein

Vor Sansibar gesunkenes Schiff : Unglücksfähre soll seetüchtig gewesen sein

Die vor Sansibar gesunkene Fähre war nach Angaben einer kanadischen Firma, die den Verkauf des Schiffs vermittelt hatte, seetüchtig. Zum Zeitpunkt des Verkaufs vergangenes Jahr hätten die "MV Skagit" und ihr Schwesterschiff alle Anforderungen der US-Küstenwache für eine Betriebserlaubnis erfüllt.

Sie und seien vor dem Auslaufen korrekt inspiziert worden, erklärte ein Vertreter der Firma Scope Community Consultants in einer E-Mail am Donnerstag (Ortszeit).

Derweil sanken die Hoffnungen zusehends, weitere Überlebende des Unglücks zu bergen. Die Suche gehe zwar weiter, aber es sei nun "fast unmöglich, Überlebende zu finden", sagte Polizeisprecher Mohammed Mhina in Sansibar. Es wurden immer noch rund 80 Menschen vermisst, mindestens 62 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.
Vier Deutsche überlebten den Untergang der Fähre unversehrt.

Nach Angaben der Regierung des Inselarchipels Sansibar befanden sich laut Passagierliste 251 Erwachsene, 30 Kinder und sechs Crew-Mitglieder an Bord der Fähre. Das Schiff war am Mittwoch zur Mittagszeit vom tansanischen Daressalam gestartet und vor der Insel Sansibar gekentert. Nach Angaben von Scope Community Consultants war die Fähre im vergangenen Jahr von dem Staatsunternehmen Washington State Ferries verkauft und von Seattle nach Sansibar geliefert worden.

(AFP)
Mehr von RP ONLINE