Umweltschützer Roberto Antonio Argueta wurde in Honduras erschossen

Proteste gegen Staudamm : Bekannter Umweltschützer in Honduras erschossen

Der Umweltschützer Roberto Antonio Argueta war an Protesten gegen einen Staudamm beteiligt. Als Drahtzieher des Mordes gelten die Manager des Energiekonzerns, der für den Bau verantwortlich ist.

In Honduras ist ein bekannter Umweltschützer getötet worden, der gegen den Bau eines Staudamms kämpfte. Roberto Antonio Argueta sei in der Region Aguàn erschossen worden, teilte am Donnerstag das Komitee der Eltern verschwundener Gefangener (Cofadeh) mit. Der 45-Jährige habe in der etwa 300 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Tegucigalpa gelegenen Region Aguàn gegen die Errichtung eines Staudammes am Fluss Guapinol gekämpft.

Die Tötung von Argueta „ist ein weiterer Beweis dafür, dass es immer gefährlicher wird in Honduras für Verteidiger unserer Erde, der Umwelt und der Menschenrechte“, sagte Cofadeh-Koordinatorin Bertha Oliva der Nachrichtenagentur AFP. Die Ermordung des Aktivisten wurde von UN-Vertretern und von der Regierung bestätigt.

Im März 2016 war in Honduras die über die Landesgrenzen hinaus bekannte Umweltaktivistin Berta Cáceres getötet worden. Die vierfache Mutter hatte die Proteste von Ureinwohnern gegen den Bau eines geplanten Staudamms im Nordwesten des zentralamerikanischen Landes angeführt. Als Drahtzieher des Mordes wurden vor Gericht Manager des Energiekonzerns ausgemacht, der den Staudamm bauen wollte.

(anst/AFP)
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