Tunesien: Sicherheitslücke am Flughafen - Behörden ermitteln

Behörden ermitteln: Sicherheitslücke am Flughafen in Tunesien

Nach einem Medienbericht über massive Sicherheitslücken am internationalen Flughafen von Tunis haben die Behörden Ermittlungen aufgenommen. Wie das tunesische Verkehrsministerium am Mittwoch mitteilte, will es gemeinsam mit dem Innen- und dem Außenministerium den Vorwürfen nachgehen.

Das Magazin "Jeune Afrique" hatte zuvor berichtet, dass nach dem blutigen Angriff auf Urlauber nahe der Touristenhochburg Sousse vor allem ein Vorfall am Flughafen zur britischen Reisewarnung für Tunesien geführt habe. Demnach konnte eine von London entsandte Ermittlerin die Polizei- und Grenzkontrollen trotz Waffe im Koffer ungehindert passieren.

Ende Juni hatte ein 24 Jahre alter Tunesier in der Nähe von Sousse 38 ausländische Touristen getötet, die meisten waren Briten. London sprach daraufhin eine Reisewarnung aus. Deutschland hat das bislang nicht getan. Im März waren bereits bei einem Angriff auf das Nationalmuseum Bardo in Tunis mehr als 20 Urlauber getötet worden.

(dpa)
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