Trotz Musk-Übernahme Trump möchte nicht zu Twitter zurückkehren

New York · Vor mehr als einem Jahr ist der frühere US-Präsident Donald Trump von Twitter verbannt worden. Nach der Übernahme der Plattform durch Tesla-Chef und Milliardär Elon Musk wird diskutiert, ob Trump zurückkehren könnte. Doch der Ex-Präsident hat andere Pläne.

In einer spektakulären Übernahme kauft der High-Tech-Unternehmer Elon Musk den Kurzbotschaftendienst Twitter für rund 44 Milliarden Dollar (knapp 41 Milliarden Euro) auf. Musk erklärte, er wolle Twitter „besser machen als jemals zuvor“. Dazu wolle er neue Funktionen anbieten, die Algorithmen des Kurzbotschaftendienstes öffentlich machen, um „Vertrauen zu vergrößern“. „Die freie Meinungsäußerung ist das Fundament einer funktionierenden Demokratie“, erklärte der Unternehmer weiter.

Der aus Südafrika stammende Musk, mit mehr als 83 Millionen Followern selbst ein eifriger Twitter-Nutzer, hat dem Kurzbotschaftendienst immer wieder vorgeworfen, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Kritiker befürchten, dass er nun die Moderation von Inhalten - etwa im Kampf gegen Hassbotschaften und die Verbreitung von Falschinformationen - einschränken könnte. So gibt es Spekulationen, ob er dem nach der Erstürmung des US-Kapitols im Januar 2021 von Twitter verbannten Ex-Präsidenten Donald Trump eine Rückkehr auf die Plattform erlauben könnte. Er finde vorläufige „Timeouts“ besser als permanente Ausschlüsse, sagte der Tesla-Chef allgemein.

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Trump erklärte in der Folge, er plane keine Rückkehr auf Twitter, sollte ihm dies erlaubt werden. Er werde sich vielmehr auf die von ihm gegründete Online-Plattform Truth Social konzentrieren, sagte der 75-Jährige dem konservativen Nachrichtensender Fox News. „Ich gehe nicht zu Twitter, ich bleibe bei Truth.“ Musk sei aber ein „guter Mann“, der Twitter „Verbesserungen“ bringen könne.

(ahar/AFP/dpa)
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