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Tribünen in kolumbianischer Stierkampfarena eingestürzt - vier Tote

Staatspräsident kündigt Ermittlungen an : Vier Tote bei Tribüneneinsturz in kolumbianischer Stierkampfarena

Beim Einsturz einer Holztribüne einer Stierkampfarena in Kolumbien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Staatspräsident Iván Duque kündigte auf Twitter Ermittlungen an. Der Vorfall erinnert an eine ähnliche Tragödie aus dem Jahr 1980.

Mehr als 60 Personen seien verletzt worden, sagte der Gouverneur des Departments Tolima, Ricardo Orozco, dem Sender Blu Radio. Unter den Toten war ein drei Jahre altes Kind, wie die Chefin des staatlichen Instituts für Familienfürsorge, Lina María Arbeláez, auf Twitter mitteilte.

Auf Videos, die in sozialen Medien verbreitet wurden, war zu sehen, wie am Sonntag auf einer Seite der Arena der Stadt El Espinal, gut 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogotá, die mit Menschen gefüllten Holztribünen einstürzten. Die Ursache war zunächst unklar.

In der Arena fand eine „Corraleja“ genannte Stierkampfveranstaltung zum Peter- und Paul-Fest statt. Hunderte Menschen waren im Publikum. Nach einem Bericht der Zeitung „El Tiempo“ verbreitete nach dem Vorfall ein Stier Panik in den Straßen der Stadt.

Staatspräsident Iván Duque kündigte auf Twitter Ermittlungen an. Sein gewählter Nachfolger Gustavo Petro schrieb, er bitte die Lokalverwaltungen des Landes, keine Veranstaltungen mehr zu genehmigen, bei denen Menschen oder Tiere getötet würden. Er erinnerte zudem an eine ähnliche Tragödie: Im Jahr 1980 war in der Stierkampfarena in Sincelejo, der größten Kolumbiens, eine überfüllte Tribüne eingestürzt. Mindestens 300 Menschen starben.

(dni/dpa)