Trauerfeier für Nelson Mandela: Barack Obama schüttelt Raul Castro die Hand

Ticker-Protokoll zur Trauerfeier für Nelson Mandela : Barack Obama schüttelt Kubas Präsident Castro die Hand

Zehntausende Menschen haben in Soweto Abschied vom südafrikanischen Nationalhelden Nelson Mandela genommen. 90 amtierende und ehemalige Staatschefs nahmen an der Zeremonie teil. US-Präsident Barack Obama sorgte für einen historischen Moment, als er Kubas Staatschef Raul Castro die Hand schüttelte. Hier lesen Sie das Protokoll der Trauerfeier.

+++ 14.17 Uhr: Die Trauerfeier endet mit einer Predigt von Bischof Ivan Abrahams. Wir verabschieden uns an dieser Stelle.

+++ 14.02 Uhr: Zuma erinnert daran, dass Mandela heute vor 20 Jahren der Friedensnobelpreis verliehen wurde.

+++ 13.53 Uhr: "Das Volk Südafrikas fühlt sich heute ein bisschen stärker, weil wir getröstet werden von Millionen Menschen weltweit", sagt Zuma.

+++ 13.51 Uhr: Unter lauten Buhrufen und Pfiffen geht Zuma zum Mikrofon.

+++ 13.48 Uhr: Nun betritt ein sogenannter "Praise Singer" die Bühne, der das Publikum auf Präsident Jacob Zumas Rede einstimmen soll. Mit sehr lauten Worten heizt er das Publikum an, das Zuma wie bereits erwähnt nicht allzu wohngesonnen ist. Die Buhrufe im Publikum halten an. In der afrikanischen Politik haben solche "Praise Singer" Tradition.

+++ 13.45 Uhr: "Ehre und Ruhm für immer für den großen Genossen Mandela und das heroische Volk Südafrikas", beendet Castro seine Rede.

+++ 13.44 Uhr: Die engen Beziehungen zwischen Mandela und Kuba gehen vor allem auf den Bürgerkrieg in Angola zurück, in dem Kuba in den Jahren 1975 bis 1991 mit dortigen Kämpfern gegen die südafrikanische Armee des Apartheidregimes kämpfte und siegte.

+++ 13.42 Uhr: "Das Band der Zuneigung zwischen Castro und Mandela war ein Symbol für die Verbindung zwischen Südafrika und Kuba."

+++ 13.35 Uhr: Raul Castro hält jetzt seine Rede. Sein Bruder Fidel hatte Mandela bei seinem Kampf gegen die Apartheid unterschützt.

+++ 13.20 Uhr: Die Trauerfeier für einen großen Versöhner brachte auch zwei zusammen, die sich eigentlich sehr fern sind: US-Präsident Barack Obama schüttelte auf seinem Weg zur Tribüne dem kubanischen Staatschef Raul Castro die Hand. Diese Geste zwischen einem amerikanischen und einem kubanischen Staatschef ist in der jüngeren Geschichte einmalig. Noch im Vorfeld der Gedenkfeier hatte es geheißen, Obama wollte im Stadion möglichst weit entfernt von Castro sitzen.

+++ 13.18 Uhr: Nun ist der Präsident von Namibia, Hifikepunye Pohamba, mit seiner Rede an der Reihe.

+++ 13.07 Uhr: "Er hat sein ganzes Leben für die Entwicklung Afrikas zur Verfügung gestellt", sagt Li.

+++ 13.05 Uhr: Jetzt spricht der chinesische Vizepräsident Li Yuanchao.

+++ 13 Uhr: Wann immer der südafrikanische Präsident Jacob Suma auf den großen Bildschirmen im Stadion eingeblendet wird, gibt es laute Buhrufe. Zuma ist in seinem Land umstritten. Viele werfen ihm vor, Mandelas Erbe nicht gut verwaltet zu haben.

+++ 12.59 Uhr. Hier finden Sie die komplette Gästeliste der Trauerfeier.

+++ 12.56 Uhr: Jetzt spricht die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff.

+++ 12.51 Uhr: Obama hatte im Sommer auf ein Treffen und einen Fototermin mit dem schon schwerkranken Mandela verzichtet. Er wolle nicht in dessen Privatssphäre eindringen, hatte er seine Absage damals begründet.

+++ 12.50 Uhr: "Möge Gott das Volk Südafrikas segnen", beendet Obama seine Rede. Im Stadion gibt es wieder Beifall.

+++ 12.48 Uhr: "Wir werden so jemanden wie Nelson Mandela nie mehr erleben. Noch als Student habe ich von ihm gelernt".

+++ 12.42 Uhr: "Wir erinnern uns an seine großen und kleinen Gesten. Wie er bei seiner Amtseinführung seine Gefängniswärter begrüßt hat."

+++ 12.39 Uhr: "Er hatte keine Angst, sich für große Ziele auch zu Kompromissen bereit zu erklären."

+++ 12.37 Uhr: "Er sagt uns, was möglich ist, nicht nur in Geschichtsbüchern, sondern in unserem eigenen Leben. Mandela hat uns gezeigt, wie groß die Macht der Tat ist", fährt Obama fort.

+++ 12.36 Uhr: "Er war keine Marmorstatue, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut."

+++ 12.26 Uhr: "Er hat darauf bestanden, seine Zweifel und seine Unzulänglichkeiten mit uns zu teilen."

+++ 12.25 Uhr: "Es ist leicht zu sagen, er sei eine Ikone, aber Madiba ist dieser Versuchung eines leblosen Porträts immer entgegengestanden."

+++ 12.32 Uhr: "Es ist eine außerordentliche Ehre, heute bei Ihnen zu sein, um ein Leben zu feiern, wie es kein anderes gegeben hat", beginnt Barack Obama seine Rede. Im Stadion bricht Jubel aus.

+++ 12.28 Uhr: Auf dem Weg zur Bühne muss Obama wieder zahlreiche Bekannte - Staatschefs aus aller Welt - begrüßen.

+++ 12.27 Uhr: Obamas Ansprache soll etwa 20 Minuten dauern. Er ist bereits auf dem Weg zur Bühne.

+++ 12.25 Uhr: Nun erklingt noch einmal Musik, dann müsste die Rede von Barack Obama folgen.

+++ 12.21 Uhr: Nkosazana Dlamini Zuma erinnert an den Satz, den Mandela bei seiner Amtseinführung gesprochen hat: "Die Zeit der Heilung der Wunden ist gekommen."

+++ 12.15 Uhr: Barack Obama sitzt inzwischen mit seiner Frau Michelle auf der Tribüne.

+++ 12.14 Uhr: Jetzt spricht Nkosazana Dlamini Zuma, die Vorsitzende der Afrikanischen Union. Nächster Redner ist dann US-Präsident Barack Obama.

+++ 12.09 Uhr: Bill Clinton und Hillary Clinton haben auch ihre Tochter Chelsea mitgebracht.

+++ 12.08 Uhr: Die amerikanische Delegation ist offenbar im Stadion eingetroffen. Auf der Ehrentribüne begrüßen die Ex-Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush gerade andere Politiker.

+++ 12.06 Uhr: Die Zahl der hochkarätigen Persönlichkeiten ist so groß, dass ihre Begrüßung auf mehrere Blöcke aufgeteilt werden musste.

+++ 12.04 Uhr: Jetzt werden weitere Staatschefs begrüßt. Darunter auch Robert Mugabe, der Diktator aus Simbabwe.

+++ 12.02 Uhr: "Unser Kampf geht immer noch weiter - gegen Ungleichheit und für Wohlstand und Frieden", sagt Ban Ki Moon.

+++ 12.01 Uhr: "Seht euch um in diesem Stadion. Alle sind heute hier, und alle sind heute vereint."

+++ 12 Uhr: "Er hat den Hass gehasst und nicht die Menschen, die dafür verantwortlich waren", sagt Ban Ki Moon über Mandela.

+++ 11.59 Uhr: "Die Welt hat einen Helden verloren."

+++ 11.58 Uhr: Zunächst spricht er der Witwe Graca Machel, Winnie Mandela und ihren Familien das Beileid der Vereinten Nationen aus.

+++ 11.57 Uhr: "Wir feiern ein mächtiges Leben, das stellvertretend war für diese Regenbogen-Nation", sagt Ban Ki Moon.

+++ 11.55 Uhr: Als nächster ist UN-Generalsekretär Ban Ki Moon an der Reihe. Auch ihm jubeln die Menschen im Stadion zu.

+++ 11.52 Uhr: Nun sprechen mehrere Enkel von Mandela.

+++ 11.51 Uhr: Organisator Cyril Ramaphosa bedenkt sich, dass über 90 Länder der Welt seine Delegation zur Trauerfeier geschickt haben.

+++ 11.45 Uhr: Für die Familie spricht jetzt General Thanduxolo Mandela.

+++ 11.37 Uhr: Trotz des starken Regens ist das Stadion in ein Farbenmeer getaucht. Besonders häufig sieht man die Nationalfarben des Landes.

+++ 11.23 Uhr: Als nächstes werden gleich Mandelas Enkel sprechen.

+++ 11.15 Uhr: Unklar ist, ob US-Präsident Barack Obama inzwischen im Stadion eingetroffen ist.

+++ 11.22 Uhr: Bei dem Lied, das heute den ganzen Morgen über im Stadion zu hören war, handelt es sich übrigens um "akekho ofana nawe", eine Art inoffizielle südafrikanische Nationalhymne. Das Lied wurde bereits gesungen, als Mandela noch im Gefängnis war.

+++ 11.15 Uhr: Auch der spanische Prinz Felipe ist im Stadion.

+++ 11.13 Uhr: Geistliche verschiedener Religionen haben sich auf der Bühne versammelt.

+++ 11.12 Uhr: Die Trauerfeier wird in vielen Ländern der Welt live im TV übertragen. Die Sender müssen sich nun auf die einstündige Verspätung einstellen, mit der die Zeremonie begonnen hat.

+++ 11.09 Uhr: Ein Dolmetscher übersetzt alle Reden für Gehörlose in die Zeichensprache.

+++ 11.07 Uhr: Jetzt spricht ein Geistlicher ein Eröffnungsgebet.

+++ 11.06 Uhr: Wir werden uns an das Leben eines Mannes erinnern, die die Schmerzen von Millionen Afrikanern auf sich genommen hat," sagt Ramaphosa.

+++ 11.04 Uhr: "Wir waren nicht in der Lage, den Regen zu stoppen, aber ich glaube, Nelson Mandela hat es so gewollt, dass er uns so verlässt. In der afrikanischen Tradition ist der Regen ein Segen", sagt Ramaphosa. Im Stadion bricht Jubel aus.

+++ 11.00 Uhr: Jetzt beginnt die Trauerfeier. Die Nationalhymne wird gespielt. Organisator Cyril Ramaphosa ruft "Long live Nelson Mandela" und beginnt damit, die zahlreichen Ehrengäste und Mandelas Familie zu begrüßen. Das dürfte einige Zeit dauern.

+++ 10.50 Uhr: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas trifft ein. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seine Teilnahme an der Trauerfeier übrigens abgesagt. Die Begründung: die Reisekosten seien zu hoch.

+++ 10.45 Uhr: In dieser Warteschlange stand zum Beispiel die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt, die jetzt das Stadion betritt.

+++ 10.44 Uhr: Es fehlt weiterhin US-Präsident Barack Obama. Sein Wagen darf nach den Sicherheitsstandards des Secret Service niemals im Stau stehen, sondern muss immer im fahrenden Zustand sein. Daher wird die amerikanische Delegation wohl erst zum Stadion fahren, wenn der Eingangsbereich frei ist und es dort keine Schlange von wartenden Staatsgästen mehr gibt.

+++ 10.43 Uhr: Den zehntausenden Menschen im Stadion scheint die Wartezeit wenig auszumachen. Sie singen und tanzen weiter.

+++ 10.40 Uhr: Die ersten Staatsgäste warten nun schon seit über eine Stunde im Stadion. Vor der Arena gibt es offenbar einen Stau an hochkarätigen Gästen. Das hätte Nelson Mandela wohl gefallen: Dass er sich gern mit prominenten Persönlichkeiten umgab, soll eine seiner kleinen Schwächen gewesen sein.

+++ 10.34 Uhr: Winnie Mandela und Graça Machel umarmen sich herzlich. Offenbar hat es auch hier eine Versöhnung gegeben. Nelson Mandela und Winnie hatten sich nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis zerstritten. Hier lesen Sie ein Porträt über die drei Frauen, die in Mandelas Leben zentrale Rollen spielten.

+++ 10.30 Uhr: Für Winnie Mandela gibt es im Stadion frenetischen Jubel. Auch sie ist eine ehemalige Freiheitskämpferin.

+++ 10.29 Uhr: Der Strom der hochkarätigen Gäste, die das Stadion betreten, reißt nicht ab. Soeben kommt Mandelas zweite Ehefrau Winnie an. Auch Mandelas letzte Ehefrau Graça Machel ist auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz.

+++ 10.20 Uhr: Die Staatsgäste haben natürlich einen überdachten Platz auf der Tribüne. Überall sieht man Helfer, die wichtige Persönlichkeiten mit großen Schirmen zu ihrem Sitzplatz geleiten.

+++ 10.18 Uhr: Der Beginn der Trauerfeier dürfte sich noch weiter verzögern. Weiterhin sind auf den Rängen viele leere Plätze zu sehen, es gibt Probleme bei der Anreise der vielen tausend Besucher.

+++ 10.16 Uhr: Das FNB-Stadion hat im Leben von Nelson Mandela eine wichtige Rolle gespielt: 1990 hielt er hier seine erste Massenkundgebung nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis ab. Und bei der Fußball-WM 2010 hatte er dort seinen letzten öffentlichen Auftritt.

+++ 10.12 Uhr: Der afghanische Präsident Hamid Karzai betritt das Stadion.

+++ 10.11 Uhr: Jetzt trifft der indische Staatspräsident Pranab Mukherjee trifft ein. Indien und Südafrika sind auch durch den Kampf gegen die Unterdrückung eng verbunden.

+++ 10.10 Uhr: Auch nicht-prominente Trauergäste strömen weiter ins Stadion. Die überdachten Ränge sind inzwischen voll, wer jetzt noch kommt, muss im strömenden Regen Platz nehmen.

+++ 10.08 Uhr: Der Beginn der Trauerfeier verzögert sich etwas, noch sind nicht alle prominenten Gäste eingetroffen. Gerade betritt der südafrikanische Präsident Jacob Zuma das Stadion, der der Hauptredner des Tages sein wird.

+++ 10.07 Uhr: Auch der südafrikanische Hollywood-Star Charlize Theron und und Popstar Bono sind im Stadion.

+++ 10.06 Uhr: Offenbar gibt es im Stadion auch deshalb noch so viele leere Plätze, weil es wegen des starken Regens Probleme mit den Shuttle-Bussen gibt.

+++ 10.05 Uhr: Jetzt trifft Supermodel Naomi Campbell gemeinsam mit ihrer Mutter ein.

+++ 10.03 Uhr: Jetzt trifft Norwegens Prinz Haakon gemeinsam mit Ministerpräsidentin Erna Solberg ein. Auch Schwedens Kronprinzessin Viktoria ist da.

+++ 10.01 Uhr: Der ehemalige südafrikanische Präsident Frederik Willem de Klerk, der gemeinsam mit Mandela den Friedensnobelpreis erhalten hat, war einer der ersten Politiker, der im Stadion eintraf.

+++ 9.57 Uhr: Im Stadion spielt eine Marschmusik-Truppe, der Organisator der Veranstaltung, Cyril Ramaphosa, spricht einige Worte. Ramaphosa ist ein Weggefährte Mandelas.

+++ 9.55 Uhr: Der französische Präsident Francois Hollande betritt das Stadion. Er wird überraschenderweise von seinem Vorgänger Nicolas Sarkozy begleitet.

+++ 9.54 Uhr: Jetzt fehlt noch US-Präsident Barack Obama.

+++ 9.53 Uhr: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon trifft ein.

+++ 9.51 Uhr: Im Stadion sind noch Plätze frei, vermutlich hat der strömende Regen so manchen davon abgehalten, in die Fußballarena zu kommen. Denn es gibt genügend andere Möglichkeiten, die Feier live zu verfolgen: Landesweit sind Leinwände zum "public viewing" aufgestellt, Fernsehen und Radio übertragen die Trauerfeier. Für die Organisatoren und Sicherheitskräfte dürfte es eine Erleichterung sein, dass da Stadion nicht ganz so voll ist wie erwartet.

+++ 9.48 Uhr: Die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Stadion sind immens. Neben der Polizei sind auch Tausende Soldaten der südafrikanischen Armee und private Sicherheitskräfte im Einsatz. Die Gegend um das Stadion ist seit Montag weiträumig abgesperrt. Bislang gab es keine Zwischenfälle.

+++ 9.47 Uhr: Viele Menschen im Stadion, besonders Frauen, tragen traditionelle Kostüme.