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Zivilisten ums Leben gekommen: Tote bei Anschlägen in Afghanistan

Zivilisten ums Leben gekommen : Tote bei Anschlägen in Afghanistan

Kabul (RPO). Bei einem Bombenanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft in Südafghanistan sind fünf Menschen getötet worden, darunter Frauen und Kinder. Fünf weitere Menschen wurden verletzt, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten.

Zunächst war von 21 Todesopfern die Rede gewesen. Die Gesellschaft war am Mittwoch in der Provinz Helmand mit einem Traktor auf dem Weg zu einer Hochzeit, als eine am Straßenrand versteckte Bombe explodierte.

Die Explosion ereignete sich im Bezirk Garmser, wo Aufständische häufig Anschläge auf ausländische und afghanische Soldaten verüben. Bei den Toten handelt es sich um den Fahrer des Traktors, dessen Frau, zwei Kinder und eine weitere Frau, wie das Büro des Gouverneurs von Helmand mitteilte. Helmand ist eine Hochburg der radikalislamischen Taliban. In der Provinz sind mehrere tausend amerikanische und britische Soldaten stationiert, die für Stabilität vor der Präsidentenwahl am 20. August sorgen sollen.

Tote bei Luftangriff in Kandahar

Ein Polizeisprecher in der benachbarten Provinz Kandahar sagte, bei einem Luftangriff der internationalen Truppen seien in der Nacht zum Donnerstag fünf Bauern getötet worden, die gerade Gurken in ein Taxi eingeladen hätten. Die US-Streitkräfte erklärten hingegen, es habe sich um Extremisten gehandelt, die einen Kleinbus mit Handfeuerwaffen beladen hätten. Im Westen Afghanistans wurden am Donnerstag nach Angaben der NATO vier US-Soldaten getötet, die in eine Sprengfalle geraten waren.

Nach Angaben der UN ist die Zahl der getöteten Zivilpersonen in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zu 2008 um 24 Prozent gestiegen. Für die meisten Anschläge werden die Taliban verantwortlich gemacht.

Für die ausländischen Truppen war der Juli der bisher tödlichste Monat seit dem Sturz der Taliban 2001. 75 Soldaten der internationalen Truppe wurden getötet, darunter mindestens 44 US-Soldaten. Im August fielen bislang 15 Soldaten der Gewalt zum Opfer.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Juli 2009: US-Truppen starten in Afghanistan größte Offensive seit Vietnam

(AP/top)