Todkranker Junge in Knoxville: Ist die Geschichte von Santa Claus ein Fake?

Letzte Minuten im Arm von Santa Claus : US-Nachrichtenseite stellt eigene rührende Geschichte infrage

Das Schicksal des fünfjährigen, todkranken Jungen, der in den Armen eines Weihnachtsmanns gestorben sein soll, bewegte die Welt. Schnell verbreitete sich die Geschichte in den sozialen Netzwerken. Doch nun stellt sich heraus: Sie könnte frei erfunden sein.

In Knoxville, Tennessee hatte Eric Schmitt-Matzen, der nebenberuflich als Weihnachtsmann arbeitet, angeblich vor einigen Wochen den schlimmsten Besuch seines Lebens hinter sich gebracht. Der Texaner besuchte laut einem Medienbericht einen todkranken Jungen im Krankenhaus. Dort fragte ihn der Fünfjährige: "Weihnachtsmann, kannst du mir helfen?" Dem Jungen sei bewusst gewesen, dass er sterben werde. Und er habe Angst davor, was nun mit ihm passiere. Anschließend sei er in den Armen des Texaners verstorben.

Eine rührende Geschichte — doch stimmt sie? In seiner neuesten Veröffentlichung schreibt der "Knoxville News-Sentinel" selbst: Die Informationen zu diesem Vorfall, die die Zeitung durch eine vertrauenswürdige Quelle erreicht haben sollen, könnten durch weiterführende Recherchen nicht bestätigt werden.

Auch die Frage, ob die Angaben von Schmitt-Matzen wahr seien, sei immer noch unbeantwortet. Eine Umfrage in mehreren Krankenhäusern zur Bestätigung des Todesfalls blieb ohne Ergebnis. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass es sich bei dieser tragischen Geschichte um einen Fake handele.

Eine deutliche Wendung - denn: Schmitt-Matzen hatte dem "Knoxville News-Sentinel" zuvor gesagt, er sei zu dem Kind in die Klinik gerufen worden, um ihm ein Geschenk zu überreichen. Er habe ihm vor seinem Tod noch Spielzeug geschenkt. Es habe Tage gedauert, bis er diese Begegnung verarbeiten konnte.

Millionen Menschen bekundeten daraufhin ihr Beileid in den sozialen Netzwerken. Die Geschichte des kleinen Jungen, sie rührte viele Menschen zu Tränen.

(mro)
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