Todesstrafe: Zweite Hinrichtung in Texas seit Jahresbeginn

Hinrichtung: Texas vollstreckt zweites Todesurteil innerhalb einer Woche

In Texas ist zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Mann hingerichtet worden. Der verurteilte James Freeman hatte vor neun Jahren einen Wildhüter beim Schusswechsel tödlich verletzt. Zuvor war er unerlaubt auf Jagd gegangen, weshalb der Wildhüter Alarm geschlagen hatte.

Im US-Bundesstaat Texas ist am Mittwoch ein weiterer zum Tode verurteilter Mann hingerichtet worden. Wie die Strafvollzugsbehörden mitteilten, wurde James Freeman mit einer Giftspritze hingerichtet: 16 Minuten nach der Injektion sei er am Mittwoch in der Haftanstalt Huntsville für tot erklärt worden. Es war die vierte Hinrichtung in Texas in diesem Jahr und die zweite binnen einer Woche.

Zwei Tage zuvor war ein Gnadengesuch des 35-Jährigen vom zuständigen Ausschuss abgewiesen worden. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte zudem Anfang Januar eine Neuprüfung seines Fall abgelehnt.

Freemans Berufungsanwalt Don Vernay hatte vergeblich argumentiert, dass sein Mandant sich vor der Tat nichts zuschulden habe kommen lassen. Daher hätten die Geschworenen von der Todesstrafe absehen müssen. Nach dem texanischen Gesetz muss eine Jury vor Verhängung eines solchen Urteils zu dem Ergebnis kommen, dass von dem Mörder eine anhaltende Gefahr ausgeht. "Er hat in seinem Leben nichts Falsches getan außer Trunkenheit am Steuer. Der Junge war keine künftige Gefahr, sondern nur ein Verlierer....Er betrank sich und geriet in einen Schießerei", erklärte der Anwalt.

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Freeman hatte vor neun Jahren in einem Jagdgebiet bei einer Verfolgungsfahrt einen 34-Jährigen Jagdaufseher getötet. In der Nacht im März 2007 saß Freeman am Steuer seines Wagens und hatte von dort aus geschossen, was verboten ist. Der Wildhüter löste daher den Alarm aus, Freeman fuhr davon. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd, an der auch die Polizei beteiligt war, starb der 34-Jährige Jagdaufseher bei einem Schusswechsel.

In den USA wurden im vergangenen Jahr 28 Menschen hingerichtet. Das war die niedrigste Zahl an Hinrichtungen seit 1991. Texas ist der US-Bundesstaat mit den meisten Exekutionen.

(jf/ap/AFP)