Thailand richtet erstmals seit 2009 Strafgefangenen hin

Verurteilter Mörder: Thailand richtet erstmals seit 2009 Strafgefangenen hin

Thailand hält an der Vollstreckung der Todesstrafe fest: Erstmals seit 2009 wurde dort ein Strafgefangener hingerichtet. Es handelte sich dabei um einen verurteilten Mörder.

Der 26-jährige verurteilte Mörder wurde am Montag mit einer tödlichen Injektion exekutiert. Die Menschenrechtsorganistation Amnesty International kritisierte den Schritt. Ein Vertreter des Justizministeriums in Bangkok betonte am Dienstag, die Todesstrafe sei in Thailand nicht abgeschafft. Die Hinrichtung sei "gemäß dem Gesetz" erfolgt.

Nach Behördenangaben wurden in Thailand seit 1935 insgesamt 325 Häftlinge exekutiert, die meisten durch Erschießungskommandos. Diese Praxis endete im Dezember 2003. Zwischen 2003 und 2009 gab es sechs Hinrichtungen per Giftspritze.

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Die Hinrichtung am Montag erfolgte unmittelbar vor einer Europareise des Militärmachthabers Prayut Chan-O-Cha. Dieser trifft am Mittwoch in London mit der britischen Premierministerin Theresa May und am kommenden Montag in Paris mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zusammen.

(das/AFP)
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