Texas: US-Polizisten führen Schwarzen in Texas mit Strick ab

Vorfall sorgt für Empörung : US-Polizisten führen Schwarzen in Texas mit Strick ab

Ein schwarzer US-Amerikaner wird von Polizisten festgenommen und mit einem Strick abgeführt. Was klingt, wie aus einem Roman aus dem 17. Jahrhundert, ist pure Realität. Ereignet hat sich das in Texas. Die Empörung ist riesig.

In den USA hat ein Foto für Empörung gesorgt, auf dem zwei Polizisten zu Pferde einen festgenommenen Schwarzen mit einem Strick abführen. Der Polizeichef der texanischen Stadt Galveston entschuldigte sich nun für das Vorgehen der Beamten. Die beiden weißen Polizisten hätten ein "schlechtes Urteilsvermögen" an den Tag gelegt, erklärte Vernon Hale. Sie hätten dem Afroamerikaner Donald Neely "unnötige Scham" zugefügt.

Gleichwohl betonte der Polizeichef, bei der Methode handle es sich um eine "trainierte Technik", die in bestimmten Fällen die "beste Vorgehensweise" sei.

Neely war am Samstag in Galveston wegen des widerrechtlichen Betreten eines Grundstücks festgenommen worden. Eigentlich sollte er mit einem Streifenwagen zur Polizeiwache gefahren werden. Nach Angaben von Polizeichef Hale waren zu dem Zeitpunkt aber nur berittene Polizisten verfügbar.

Ein Foto zeigt, wie der mit Handschellen gefesselte Neely zwischen den beiden reitenden Polizisten läuft. Ein Polizist hält ein Seil, das offenbar an die Handschellen gebunden wurde. Das Foto weckte Erinnerungen an rassistische Gewalt in der US-Geschichte, etwa an das Anketten von Sklaven und an Lynchmorde an Schwarzen.

(mja/AFP)