Oktober-Hitzewelle auf den Kanaren 3000 Menschen auf Teneriffa vor Waldbrand in Sicherheit gebracht

Madrid · Auf der spanischen Kanaren-Insel Teneriffa wütet schon wieder ein Waldbrand – in derselben Region wie im August. Beliebte Urlaubsregionen sind derzeit nicht betroffen.

 Aktuelle Bilder der Brände auf Teneriffa liegen noch nicht vor. Dieses Foto zeigt eine Rauchwolke vom Feuer im August 2023 (Archivfoto).

Aktuelle Bilder der Brände auf Teneriffa liegen noch nicht vor. Dieses Foto zeigt eine Rauchwolke vom Feuer im August 2023 (Archivfoto).

Foto: AFP/DESIREE MARTIN

Etwa 3000 Menschen mussten am Mittwoch ihre Häuser verlassen, wie die Regionalregierung mitteilte. Feuerwehrleute kämpften unterstützt von sechs Löschhubschraubern gegen das Feuer, das am Nachmittag im bergigen Nordosten Teneriffas ausgebrochen war. Dieselbe Region war bereits im August von einem großen Waldbrand betroffen gewesen. Das Feuer zerstörte mehrere Tausend Hektar Naturlandschaft.

2400 Menschen wurden vorsorglich aus Santa Ursula und 600 weitere Menschen aus La Orotava in Sicherheit gebracht, wie der Vizepräsident der Regionalregierung von Teneriffa, Lope Afonso, auf Facebook schrieb. Die Feuerwehr habe die Lage am Brandherd inzwischen „stabilisiert“, sagte die für Notfälle zuständige Stadträtin der Insel, Blanca Pérez, im Lokalradio. Nun werde geprüft, ob die Menschen bald in ihre Häuser zurückkehren könnten.

Beliebte Urlaubsregionen auf Teneriffa waren zunächst nicht von dem Feuer betroffen und auch der Betrieb beider Flughäfen lief vorerst normal weiter.

Auf Teneriffa und der Nachbarinsel Gran Canaria war es zuletzt ungewöhnlich warm. In weiten Teilen der Inseln kletterten die Temperaturen auf über 30 Grad - wie im Hochsommer. Hitzewellen werden Wissenschaftlern zufolge durch den Klimawandel häufiger und heftiger. Sie trocknen ganze Landstriche aus, die dann anfällig für Brände werden.

(peng/AFP)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort