Syrien: 19-jährige Deutsche soll im Kampf gegen IS gefallen sein

Syrien : 19-jährige Deutsche soll im Kampf gegen IS gefallen sein

Bei Kämpfen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist im Nordosten Syriens laut Aktivsten eine Deutsche in den Reihen kurdischer Einheiten getötet worden. Bei US-Luftangriffen gegen die Terrormiliz gab es Dutzende Tote.

Die um die 20 Jahre alte Frau sei in einer Schlacht um die Stadt Tall Tamer in der nordöstlichen Provinz Hassaka umgekommen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntagabend mit.

Die Deutsche sei "in den vergangenen Stunden" getötet worden, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. Den Namen der Deutschen teilte er nicht mit. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien, deren Angaben nicht unmittelbar unabhängig überprüft werden können.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle handelte es sich um das dritte westliche Opfer, das bei Kämpfen auf Seiten der Kurden in Syrien getötet wurde. Auch ein Brite und ein Australier starben demnach in den vergangenen Tagen in der Provinz Hassaka. In der nordöstlichen Provinz an den Grenzen zur Türkei und zum Irak hatte der IS zuletzt mehrere Öl- und Gasfelder erobert.

Bei den erbitterten Kämpfen um Tall Tamer wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle vom Sonntag mindestens 40 kurdische Kämpfer und IS-Kämpfer getötet. Tall Tamer liegt rund 40 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt und ist derzeit unter kurdischer Kontrolle. Sollte die Stadt an die IS-Kämpfer fallen, hätten sie die Kontrolle über eine wichtige Straße, die von Syrien bis in ihre irakische Hochburg Mossul führt.

Auf Seiten der kurdischen Volksbefreiungseinheiten (YPG) kämpfen in Syrien rund 7000 Frauen, das entspricht einem Anteil von rund 35 Prozent. Sie erhalten die gleiche militärische Ausbildung wie ihre männlichen Kameraden. Ein paar dutzend westliche Kämpfer haben sich den kurdischen Kampfgruppen und anderen Milizen, die den IS bekämpfen, angeschlossen. Der Dschihadistenorganisation schlossen sich hingegen schon tausende Kämpfer aus dem Westen an.

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(dpa&AFP)
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