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Birmas Oppositionsführerin: Suu Kyi sieht Sohn nach zehn Jahren wieder

Birmas Oppositionsführerin : Suu Kyi sieht Sohn nach zehn Jahren wieder

Rangun (RPO). Erstmals nach zehn Jahren hat die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ihren jüngsten Sohn wiedergetroffen. Dem 33-jährigen Kim Aris wurde nach mehrwöchigem Zögern von der Militärjunta ein Visum gewährt.

Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, fand das Wiedersehen am Dienstagmorgen am Flughafen von Rangun statt. Birmas Militärjunta hatte dem in London lebenden Kim Aris ein Visum erteilt. Der 33-Jährige kam mit einem Flug aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok. "Ich bin sehr froh und sehr glücklich", sagte die 65-jährige Suu Kyi.

Suu Kyi saß mehr als 15 der vergangenen 21 Jahre im Gefängnis oder stand unter Hausarrest. Während dieser Zeit hatte die Friedensnobelpreisträgerin ohne Telefon und Internetzugang nur äußerst beschränkten Kontakt zur Außenwelt. Ihre beiden Söhne hat sie seit einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen, ihre Enkel kennt sie bisher noch gar nicht.

Suu Kyis Hausarrest war vor zehn Tagen für beendet erklärt worden. Mit dem 33-jährigen Kim Aris hatte sie noch am Abend ihrer Freilassung ein "emotionales" Telefongespräch geführt, wie die britische Botschaft in Bangkok mitteilte. Ihre beiden Söhne stammen aus ihrer Ehe mit dem Briten Michael Aris. Ihm hatte die Militärjunta kurz vor seinem Krebstod 1999 die Einreise nach Birma verweigert. Aus Furcht, nach einer Ausreise ausgebürgert zu weigern, blieb Aung San Suu Kyi damals in ihrer Heimat.

(AFP/apd)