Nach Panne im Suezkanal Frachtschiff „Glory“ wieder befreit worden

Update | Kairo/Düsseldorf · Am Morgen des 9. Januar steckte das Frachtschiff „Glory“ kurzzeitig im Suezkanal fest. Schlepper haben dieses nun befreit. Zu dem Unfall wollte sich die Kanalverwaltung nicht äußern.

Das Frachtschiff „Glory“, das am Montag, 9. Januar, im Suezkanal auf Grund gelaufen war, ist von Schleppern wieder befreit worden. Das teilte die Kanalbehörde am Morgen mit. Zuvor hatte Leth Agencies, einer der Dienstleiter für den Suezkanal, mitgeteilt, das Schiff stecke in der Nähe der Stadt Kantara in der ägyptischen Provinz Ismailia fest. Drei Schlepper arbeiteten daran, es wieder frei zu bekommen. Die Ursache für die Panne im Suezkanal sei ein „plötzlicher technischer Defekt“ gewesen, erklärte die Kanalbehörde.

Schiff sollte Getreide aus der Ukraine nach China liefern

Satellitendaten, die von der Nachrichtenagentur AP analysiert wurden, zeigten, dass die „Glory“ in einem einspurigen Abschnitt des Kanals südlich von Port Said lag. Ein Sprecher der Kanalverwaltung wollte sich nicht äußern und kündigte eine Mitteilung der Behörde an. Die „Glory“ hat nach Angaben des Gemeinsamen Koordinationszentrums, das ukrainische Erzeugnisse auf den Weltmarkt bringt, mehr als 65.000 Tonnen Getreide aus der Ukraine an Bord, das nach China geliefert werden soll.

„Ever Given“ blockierte 2021 den Suezkanal

Im März 2021 gab es schon einmal ein Unglück im Suezkanal: Das Frachtschiff „Ever Given“ war dort gegen eine Kanalwand geprallt und hatte die Wasserstraße sechs Tage lang blockiert. Mit einer groß angelegten Bergungsaktion konnte das Schiff von Schleppern befreit werden. Der von der Blockade ausgelöste Stau belastete die weltweiten Lieferketten und kostete den Welthandel geschätzte neun Milliarden Dollar pro Tag.

(lst/dpa)
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