Südkorea: Soldat nach Tötung von Kameraden zum Tode verurteilt

Südkoreanisches Militär : Soldat nach Tötung von sieben Kameraden zum Tode verurteilt

Sieben Monate nach seinen tödlichen Schüssen auf fünf Kameraden ist ein südkoreanischer Soldat von einem Militärgericht zum Tode verurteilt worden. Der Soldat hatte sieben weitere Kameraden verletzt.

Der Schütze habe vorsätzlich unbewaffnete Kameraden in der Kaserne getötet, sagte der Richter am Dienstag der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge. Die Todesstrafe wird in Südkorea seit 1997 nicht mehr vollstreckt.

Bei der Tat nahe der Grenze zu Nordkorea wurden im Juni vergangenen Jahres zudem sieben Soldaten verletzt. Der Schütze, der zunächst flüchtete und zwei Tage später gefasst wurde, gab an, von anderen Soldaten schikaniert worden zu sein.

Solche Taten gibt es in Südkorea immer wieder. 2005 tötete ein Soldat acht Kameraden mit einer Handgranate und Schüssen. 2011 erschoss ein Soldat in einem Militärlager nahe der innerkoreanischen Grenze vier Kameraden. In Südkorea herrscht Wehrpflicht. Der Dienst dauert je nach Truppengattung 21 bis 24 Monate.

(dpa)