"Storm Area 51"-Veranstaltung hat Millionen Zusagen auf Facebook

Über eine Million Zusagen bei Facebook-Event : Flashmobber wollen Area 51 stürmen - US-Militär warnt

Die Facebook-Veranstaltung „Storm Area 51“ ist zu einem viralen Hit geworden. Millionen Menschen weltweit „nehmen teil“ oder sind zumindest „interessiert“, die Übungsbasis zu stürmen.

„Wir wollen die Aliens sehen“ – mit diesem Vorsatz haben unbekannte Nutzer eine Facebook-Veranstaltung erstellt, die ankündigt, am 20. September das Militärsperrgebiet „Area 51“ im US-Bundesstaat Nevada zu stürmen.

Der Internet-Gag mit dem Namen „Storm Area 51, They Can’t Stop All of Us“ hat bislang 1,2 Millionen Zusagen, etwa eine Million Nutzer sind an der Teilnahme „interessiert“.

„Groom Lake“, so der offizielle Name des militärischen Sperrgebiets liegt etwa 50 Meilen nordwestlich von Las Vegas und ist Gegenstand zahlreicher Spekulationen. So glauben Verschwörungstheoretiker, dass dort Treffen und geheime Gespräche mit Außerirdischen stattfinden, abgestürzte Raumschiffe untersucht und exotische Waffen entwickelt werden.

In der Veranstaltungsbeschreibung steht der Ablauf für den „Sturm auf die Area 51“: „Wir treffen uns alle an der Touristenattraktion „Area 51 Alien Center“ und koordinieren dort unseren Zutritt. Wenn wir den „Naruto-Run“ machen, sind wir zu schnell für ihre Kugeln. Lasst uns diese Aliens sehen.“ Der Begriff „Naruto-Run“ ist eine Anspielung auf die Anime-Serie „Naruto Shippuden. Die Hauptfigur ist dafür bekannt, dass sie mit nach hinten ausgestreckten Armen läuft, um schneller zu sein.

Mittlerweile hat sich der nicht ganz ernst gemeinte Flashmob zu einem viralen Hit entwickelt. Sogar eine eigene Webseite und Merchandise-Produkte gibt es schon: Schwarze T-Shirts mit Alien-Symbol und dem Schriftzug „I survived Area 51“ (“Ich habe die Area 51 überlebt“).

Man könne nur dringend von jedem Versuch abraten, sich illegal Zugang zu der Anlage in Nevada zu verschaffen, erklärte der Luftwaffenstützpunkt Nellis. Welche Schutzmaßnahmen für das 20 700 Quadratkilometer große Gelände bestehen, wollte sie nicht erläutern.

Obwohl ein Facebook-Nutzer in einem Beitrag darauf hinweist, dass es sich bei dem Event um einen „Witz“ handele, warne die Air Force davor, zu versuchen auf das Gelände einzudringen. Das berichtete die „Washington Post“ in Berufung auf eine Sprecherin der Luftstreitkraft, die auf dem Gelände Übungen durchführt.

Das Gebiet „Groom Lake“ werde seit den 1950er Jahren für die Entwicklung und Erprobung neuer Flugzeuge benutzt, teilte der Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten mit. Erst im Jahr 2013 hatte der Geheimdienst der USA, die CIA, die Existenz des Gebiets namens „Area 51“ zum ersten Mal bestätigt – nicht aber, dass dort außerirdische Flugobjekte oder Lebensformen untersucht werden.

Die „Area 51“ und geheime Operationen, die dort durchgeführt werden, sind auch ein Thema zahlreicher Spielfilme, wie etwa in der Indiana Jones-Reihe, dem in den Filmen „Independence Day“ und „Men in Black“.

(anst)
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