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Stockholm: Mutter in Schweden soll Sohn fast 30 Jahr isoliert haben

Szenen „wie in einem Horrorfilm“ : Mutter soll Sohn fast 30 Jahre lang isoliert haben

Die Polizei in Schweden hat Medienberichten zufolge Ermittlungen gegen eine 70-Jährige aufgenommen, der vorgeworfen wird, ihren Sohn seit seinem zwölften Lebensjahr von der Außenwelt abgeschottet zu haben. Der inzwischen 41-jährige Mann wurde aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet.

In Schweden steht eine 70-jährige Frau unter Verdacht, ihren Sohn jahrzehntelang isoliert zu haben. Die Zeitung „Expressen“ berichtete am Montagabend, eine Verwandte habe den heute 41-jährigen Mann in der völlig verwahrlosten Wohnung gefunden. Er sei von der Außenwelt abgeschnitten gewesen sein, seit er zwölf Jahre alt gewesen sei.

Die Polizei wollte Einzelheiten zu dem Fall nicht kommentieren, bestätigte aber am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die Frau festgenommen worden sei. Gegen sie werde wegen Freiheitsberaubung und schwerer Körperverletzung ermittelt. Die Frau bestreite die Vorwürfe.

Die Verwandte sagte gegenüber „Expressen“, sie habe lange den Verdacht gehabt, dass die Frau ihren Sohn eingesperrt habe. Als sie gehört habe, dass die 70-Jährige im Krankenhaus sei, sei sie am Sonntagabend zu der Wohnung gegangen: „Es war wie in einem Horrorfilm“, sagte sie der Zeitung. Die Wohnung sei dunkel und völlig zugemüllt gewesen. Der Mann habe in einer Ecke auf dem Boden gesessen. Er habe kaum sprechen können. Er habe trotz seines Alters nur wenige Zähne und Wunden an den Beinen. Sie habe einen Krankenwagen gerufen, die Ärzte im Krankenhaus hätten schließlich die Polizei alarmiert.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sich der Mann weiterhin im Krankenhaus befinde. Zu der Art der Verletzungen wollte sie sich nicht äußern.

(th/dpa)