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Stierkampf in Teruel: Stier tötet Torero in der Arena

Spanien : Stier spießt Torero auf und tötet ihn

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten ist bei einem Stierkampf in Spanien ein Torero getötet worden. Ein Stier spießte den 29-Jährigen auf und warf ihn zu Boden. Auch bei einem Stierrennen im Süden Spaniens starb ein Mann.

Vor den entsetzten Augen der Zuschauer wurde der 29-jährige Torero Victor Barrio am Samstag in der Arena im ostspanischen Teruel von einem mehr als 500 Kilogramm schweren Stier aufgespießt und zu Boden geworfen, bevor Kollegen das Tier ablenken und weglocken konnten. Barrio starb noch in der Arena von Teruel.

Nach Angaben spanischer Medien handelt es sich um den ersten Tod eines Toreros in der Arena seit 1985. Barrio galt als großes Talent. Sein Stierkampf-Debüt gab er 2008, seitdem trat er in allen Arenen des Landes auf.

Bei einem Stierrennen im Süden Spaniens ist zudem ein 29-Jähriger tödlich verletzt worden. Eine Kuh habe dem Mann während der nächtlichen Hatz in Pedreguer bei Alicante ihre Hörnern in Brust und Magen gestoßen und ihn aufgespießt, teilte das Rote Kreuz am Samstag mit. Ein Krankenhaus habe nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

Die Stadt sagte alle weiteren für Samstag geplanten Veranstaltungen mit Stieren ab. Bereits vor einem Jahr war in Pedreguer ein Mann beim Stierlauf getötet worden.

Auch im nordspanischen Pamplona nahm ein Bulle einen Mann auf die Hörner. Der Stier habe mitten im Lauf kehrtgemacht und einen der etwa 1000 Menschen angegriffen, die mit der sechsköpfigen Herde zur Stierkampfarena rannten, teilte ein Krankenhaus der Region mit.

Das Tier habe ein Horn in den Brustkorb des Mannes gerammt und ihn in die Luft gehoben. Der Verletzte sei jedoch in stabiler Verfassung. Sieben weitere Personen erlitten leichtere Verletzungen durch Stürze und Prellungen.

Die Stierrennen gehören zum neuntägigen Festival San Fermìn, das jedes Jahr im Juli Tausende Touristen nach Pamplona lockt. Dabei rennen Waghalsige mit den Stieren eine abgesperrte Strecke entlang.

Während des Spektakels werden immer wieder Dutzende Menschen verletzt, nicht zuletzt weil die Tiere auf dem Kopfsteinpflaster leicht das Gleichgewicht verlieren. Seit 1924 kamen bei solchen Rennen 15 Menschen ums Leben. Der US-Schriftsteller Ernest Hemingway hat das Festival 1926 in seinem Roman "Fiesta" verewigt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Verletzte bei umstrittener Stierhatz in Pamplona

(AFP)