Fahrer festgenommen Mann fährt mit Absicht im polnischen Stettin in Menschenmenge – 20 Verletzte

Warschau · Laut Provinzgouverneur Adam Rudawski fuhr der Fahrer am Freitag in eine Gruppe von Passanten, die gerade einen Überweg überquerte. Das soll mit Absicht passiert sein.

 Das Blaulicht eines Polizei-Einsatzwagens. (Symbolfoto)

Das Blaulicht eines Polizei-Einsatzwagens. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Friso Gentsch

Der Autofahrer, der am Freitag in der polnischen Stadt Stettin mehrere Menschen verletzt hat, soll mit Absicht in die Menschengruppe gefahren sein. Das berichteten der TV-Nachrichtensender TVN24 und die Nachrichtenagentur PAP am Samstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Diese habe ein Strafverfahren wegen versuchter Tötung einer großen Zahl von Menschen und wegen absichtlicher Herbeiführung einer Katastrophe gegen den 33 Jahre alten polnischen Staatsbürger eingeleitet.

Die Behörden korrigierten inzwischen die Zahl der Verletzten von 19 auf 20. Eine Person sei erst etwas später in ein Krankenhaus gegangen, hieß es.

Unter den Verletzten seien sechs Kinder, erklärte Provinzgouverneur Adam Rudawski am Freitag, zwei Verletzte befänden sich in einem kritischen Zustand. Die Polizei schloss einen terroristischen Hintergrund aus.

Laut Gouverneur Rudawski ergriff der Fahrer nach dem Vorfall zunächst die Flucht, wurde jedoch kurz darauf festgenommen. „Es handelt sich nicht um einen Terrorakt“, sagte Polizeisprecher Pawel Pankau. Bei dem festgenommenen Fahrer handele es sich um einen 33-jährigen in Stettin lebenden Polen. Bei seiner Flucht habe der Mann drei Autos gerammt, deren Fahrer seien verletzt worden.

Nach Angaben des Polizeisprechers fuhr der Mann „am Steuer eines Ford Focus in eine Gruppe von Menschen, die auf einer großen Kreuzung im Zentrum Stettins auf die Straßenbahn warteten“. Erste Analysen deuteten darauf hin, „dass er nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand“, erläuterte Pankau.

Polnische Medien zitierten Augenzeugen, denen zufolge der Fahrer mit großen Tempo in die Kreuzung fuhr und dann auf den Bürgersteig und die Tram-Gleise raste. Im Anschluss flüchtete er in seinem Auto über die Kreuzung und stieß in etwa einem Kilometer Entfernung mit drei Autos zusammen.

(albu/ldi/AFP/dpa)
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