St. Petersburg: Mindestens neun Verletzte bei Explosion in Supermarkt

Hintergründe noch unklar: Verletzte bei Explosion in Supermarkt in St. Petersburg

Bei einer Explosion in einem Supermarkt in St. Petersburg sind am Mittwoch mindestens neun Menschen verletzt worden. Es soll ein selbstgebauter Sprengsatz explodiert sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes.

Die Explosion ereignete sich demnach gegen 18.30 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr MEZ) in der zweitgrößten Stadt Russlands. Explodiert sei ein selbstgebauter Sprengsatz mit einer Sprengkraft von 200 Gramm Dynamit in einem Schließfach des Supermarktes, in dem Kunden während des Einkaufs ihre Sachen verstauen können. Dies sagte Swetlana Petrenko, Sprecherin des Staatlichen Ermittlungskomitees in Moskau. Die Bombe sei zusätzlich mit Metallteilen gespickt gewesen.

Nach derzeitigem Stand seien mindestens neun Menschen in Krankenhäuser gebracht worden, lebensgefährlich verletzt oder gar getötet worden sei niemand. Das Ermittlungskomitee habe Experten zum Tatort im nordwestlichen Kalininski-Bezirk geschickt. Der oder die Täter waren zunächst nicht bekannt.

Ermittelt werde wegen versuchten Mordes. Kein mögliches Motiv werde ausgeschlossen, sagte Petrenko, nachdem es zunächst geheißen hatte, es werde nicht von einem Terroranschlag ausgegangen. Die Behörde schickte erfahrene Beamte aus Moskau, um den Fall zu untersuchen.

(ate)