Wetterdienst gibt Warnung aus Extreme Hitze im Süden Spaniens – bis zu 40 Grad auf Mallorca möglich

Madrid · Nur zwei Wochen nach der letzten Hitzewelle leiden die Menschen im Süden Spaniens schon wieder unter extrem hohen Temperaturen. Auch auf Mallorca könnte das Thermometer heute auf bis zu 40 Grad klettern. Und dann kommt noch eine Saharastaub-Welle auf das Land zu.

 Kinder kühlen sich in einem Brunnen in Madrid ab.

Kinder kühlen sich in einem Brunnen in Madrid ab.

Foto: dpa/Eduardo Parra

In Teilen Andalusiens kletterte das Quecksilber am Montagnachmittag auf bis zu 44 Grad. Der Nationale Wetterdienst Aemet rief für diese Region, in der die Großstädte Sevilla und Córdoba liegen, die höchste Alarmstufe Rot aus. Schon Ende Juni waren dort 44 Grad im Schatten gemessen worden. Für Menschen, vor allem Kleinkinder, Alte und Kranke, sowie auch für die Natur sind diese hohen Tagestemperaturen enorm anstrengend und auch nachts gibt es kaum Erholung, weil es dann immer noch mindestens 25 Grad warm ist.

Auch in anderen Teilen des Landes war es am Montag sehr heiß – in der Hauptstadt Madrid bis zu 39 Grad und auf der Urlauberinsel Mallorca bis zu 35 Grad. Etwas erträglicher war es in Katalonien mit 30 Grad und im Norden des Landes mit Temperaturen um die 25 Grad. Abklingen könnte diese schon zweite Hitzewelle des Sommers erst zum Ende der Woche.

Für Dienstag warnt der Wetterdienst Aemet ebenfalls vor extremer Hitze in vielen Regionen der Halbinsel, der Balearen und der Kanaren. Besonders der Süden und Osten Spaniens ist betroffen. In Granada in Andalusien werden 44 Grad Celsius erwartet. Auch auf Mallorca, vor allem im Norden und Inselinneren, sind bis zu 40 Grad möglich.

Saharastaub über Spanien

In Spanien haben sich die Hitzewellen in den vergangenen Jahren gehäuft, wie Aemet betont. Behördensprecher Ruben del Campo warnt seit langem: „Eines ist klar: Der (vom Menschen verursachte) Klimawandel verstärkt extreme Wetterereignisse.“

Zusätzlich zur Hitzewelle kommt auf die Menschen in Spanien nach Einschätzung des Atmosphärenbeobachtungsdienstes Copernicus aktuell eine größere Menge Saharastaub zu. Der Staub werde die Luftqualität im größten Teil des westlichen Mittelmeerraums beeinträchtigen, teilte der Dienst im britischen Reading am Dienstag mit. Das gelte vor allem für Spanien, aber auch für Teile Italiens und Südfrankreichs. Der Staubtransport falle mit der Hitzewelle zusammen, die Spanien heimsuche, da beide Phänomene durch heiße Luft aus der Sahara verursacht würden.

„Im Unterschied zu einigen Episoden über dem Mittelmeer früher im Jahr zeigen unsere Vorhersagen eine höhere Konzentration von Feinstaub sowohl an der Oberfläche als auch weiter oben in der Atmosphäre“, wurde Forscher Mark Parrington in der Mitteilung zitiert. Eine besonders dicke Staubwolke werde sich über den Kanarischen Inseln entwickeln, hieß es.

Der Atmosphärenüberwachungsdienst ist eine von mehreren Komponenten des Copernicus-Programms der Europäischen Union. Es stellt unter anderem aus Satellitenbildern gewonnene Daten zu Atmosphäre, Meeren, Land, Klimawandel, Sicherheit und Energie zur Verfügung.

(zim/dpa)
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