“Aus Rache“ Selbstmordattentäter tötet vier Menschen in Pakistan

Quetta · Im Westen von Pakistan hat sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und vier Menschen mit in den Tod gerissen. Die pakistanischen Taliban sagten, mit dem Anschlag hätten sie sich rächen wollen.

 Der Ort des Anschlags wird aufgeräumt.

Der Ort des Anschlags wird aufgeräumt.

Foto: AP/Arshad Butt

Im Westen von Pakistan hat sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und vier Menschen mit in den Tod gerissen. Der Mann zündete seinen Sprengsatz in der Nähe eines Fahrzeugs, in dem Polizisten unterwegs waren, wie die Behörden mitteilten. Bei den Opfern handelte es sich um einen Polizeibeamten und drei Zivilisten. 23 weitere Menschen, mehrheitlich Polizisten, wurden verletzt.

Die Polizisten seien unterwegs gewesen, um Helfer einer neuen Impfkampagne gegen Polio zu schützen, sagte der Ermittler Ghulam Azfer Mehser. Die Wucht der Explosion habe das Fahrzeug in eine Schlucht stürzen lassen. Präsident Arif Alvi und Premierminister Shehbaz Sharif verurteilten die Tat. Die Impfkampagne, die am Montag begann, sollte ungeachtet des Anschlags fortgesetzt werden.

Die pakistanischen Taliban der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) bekannten sich zu dem Anschlag. Mit ihm habe die Ermordung ihres ehemaligen Sprechers Abdul Wali gerächt werden sollen, teilten sie mit. Wali, bekannt als Omar Chalid Churasani, wurde im August bei einem Bombenanschlag in der afghanischen Provinz Paktika getötet. Sein Tod war ein schwerer Schlag für die Gruppe.

(kj/dpa)
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