Nach tödlichem Seilbahn-Absturz in Italien Sorgerechtsstreit um überlebenden Jungen entbrannt

Tel Aviv · Das schwere Seilbahnunglück an Pfingsten am Lago Maggiore erschütterte Italien und Israel – die 14 Todesopfer stammen aus diesen Ländern. Doch nun eskaliert der Sorgerechtsstreit um den einzigen Überlebenden des Unglücks.

Am Pfingstsonntag war die Seilbahngondel abgestürzt. 14 Menschen sterben, nur ein Junge überlebt.

Am Pfingstsonntag war die Seilbahngondel abgestürzt. 14 Menschen sterben, nur ein Junge überlebt.

Foto: dpa/-

Der Sorgerechtsstreit um den sechsjährigen Eitan, einziger Überlebender des Seilbahnunglücks am Lago Maggiore vom Pfingstsonntag, weitet sich zu einem diplomatischen Fall aus. Nach Informationen des israelischen Senders Channel 12 News seien Experten aus dem israelischen Außen- und Justizministerium in einem Gutachten zu dem Schluss gekommen, der Junge müsse zu seiner Tante zurück nach Italien gebracht werden. Wann und ob das geschieht, ist allerdings noch völlig offen. Am Wochenende hatte der Großvater Shmuel P. das Kind gegen den Willen der sorgeberechtigten Tante erst nach Lugano in die Schweiz und dann mit einem Privatflug nach Tel Aviv in Israel gebracht.