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Schweinegrippe-Impfung: Schweiz schränkt Impfung mit Pandemrix ein

Schweinegrippe-Impfung : Schweiz schränkt Impfung mit Pandemrix ein

Genf/Düsseldorf (RPO). Der wegen seiner Zusatzstoffe umstrittene Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix darf in der Schweiz nur beschränkt eingesetzt werden. Der Impfstoff wird auch in Deutschland zur Massen-Impfung eingesetzt. Armeeangehörige werden mit einem anderen Wirkstoff geimpft. Das dürfte der Debatte um die "Zwei-Klassen-Impfung" neue Nahrung geben.

Die Arznei-Zulassungsbehörde der Schweiz entschied am Freitag, dass der Impfstoff nicht bei schwangeren Frauen, Kindern unter 18 Jahren und Senioren über 60 Jahren angewandt werden darf. Der Impfstoff des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline enthält quecksilberhaltige Konservierungsstoffe.

In Deutschland soll die Bevölkerung hauptsächlich mit Pandemrix geimpft werden. Das Bundesgesundheitsministerium hat mehrfach betont, dass der Impfstoff völlig ungefährlich sei. Allerdings hat die Bundeswehr für ihre Soldaten den Impfstoff Celvapan bestellt, der als verträglicher gilt als Pandemrix.

Zahl der Schweinegrippe-Fälle in NRW steigt weiter

Die Zahl der an Schweinegrippe erkrankten Menschen in Nordrhein-Westfalen steigt unterdessen weiter. Bis Ende vergangener Woche wurden 6770 Fälle gemeldet, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf der Nachrichtenagentur ddp sagte. Das waren 391 Erkrankte mehr als in der Vorwoche. Die Zahl der Erkrankungen pro Woche nahm damit wieder zu: In der vorvergangenen Woche hatte es noch 234 gemeldete Neu-Erkrankungen gegeben.

Am Montag hatte auch in Nordrhein-Westfalen die Impfaktion gegen die Neue Grippe begonnen. Erste landesweite Zahlen zu den geimpften Personen wird es nach Angaben einer Mitarbeiterin des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit in Münster erst in ein bis zwei Wochen geben. Die Impfungen erfolgen zumeist über niedergelassene Ärzte, allerdings gibt es auch zentrale Impfstellen wie etwa in Düsseldorf. Dort kamen bis Mittwoch über 1000 Bürger, um sich impfen zu lassen, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung mitteilte.

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(AFP/DDP/sdr)