Bahnübergang Drei Tote bei Zugunglück in der Schweiz

Wolfenschiessen · Touristen aus Israel wollten schöne Schweizer Landschaften erkunden. An einem unbeschranken Bahnübergang fuhren sie mit ihrem Kleinbus in den Tod.

Die schwersten Zugunglücke in Europa - eine Chronik
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Foto: dpa/Giannis Papanikos

Drei Touristen aus Israel sind in der Schweiz an einem unbeschrankten Bahnübergang ums Leben gekommen, als ihr Kleinbus gegen einen Schnellzug prallte. Fünf weitere israelische Reisende wurden bei dem Unfall verletzt, wie die Kantonspolizei Nidwalden am Montag berichtete. Der Kleinbus mit insgesamt acht Insassen sei gegen 8.40 Uhr in der Ortschaft Wolfenschiessen - rund 20 Kilometer südlich von Luzern - mit dem Zug kollidiert.

Der Bus sei auf einer Straße neben den Gleisen in der gleichen Richtung wie der Schnellzug unterwegs gewesen und unvermittelt nach rechts abgebogen. In dem Zug wurde nach Angaben des Unternehmens Zentralbahn niemand verletzt.

Möglicherweise sei die israelische Reisegruppe zu einem Wasserfall unterwegs gewesen, der in der Nähe liege, sagte die Nidwaldner Justizdirektorin Karin Kayser. Die Straße über den Bahnübergang führe jedenfalls zu dieser örtlichen Sehenswürdigkeit. Allerdings konnten die Verletzten zunächst nicht befragt werden.

In dem Bus saßen vier Frauen und vier Männer, teilte ein Sprecher der Nidwaldner Staatsanwaltschaft mit. Wer von ihnen ums Leben kam, wollte er zunächst nicht sagen, da die Angehörigen zunächst nicht erreicht worden seien.

Der Bahnübergang ist einer von mehreren an dieser Strecke der Zentralbahn, die seit längerem mit Schranken versehen werden sollen.
Bislang verfügen sie nur über Warnkreuze. Die Modernisierung der Sicherheitsanlagen habe sich aber verzögert. Das Kantonsparlament hatte im Mai die Aufnahme eines zusätzlichen Kredits zur Finanzierung der Bauarbeiten abgelehnt, wie es in Medienberichten hieß.

(dpa)
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