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Schütze tötet vier Menschen in einem Bürogebäude im kalifornischen Orange

Orange in Kalifornien : Schütze tötet vier Menschen in einem Bürogebäude

Bei Schüssen in einem südkalifornischen Bürogebäude sind vier Menschen getötet worden. Der Tatverdächtige liegt im Krankenhaus. Unter den Toten soll auch ein Kind sein.

Eine fünfte Person sei dabei am Mittwoch in der Stadt Orange verletzt worden, bevor die Polizei auf den Tatverdächtigen geschossen habe, teilte eine Beamtin mit. Der Verdächtige sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Unter den Toten sei ein Kind.

Stunden zuvor waren bei Schüssen in der US-Hauptstadt Washington zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Es habe sich offenbar um die Eskalation eines Streits zwischen zwei Gruppen gehandelt, sagte Polizeichef Robert Contee. Die Verletzten schwebten nicht in Lebensgefahr.

Am Tatort in Orange, einem zweistöckigen Gebäude mit mehreren Büros und kleineren Geschäften, wurde eine Schusswaffe sichergestellt, wie es weiter hieß. In dem Komplex seien unter anderem eine Familientherapeutin, eine Versicherungsfirma und ein Immobilienmakler untergebracht, hieß es. Die Polizei sei gegen 17.30 Uhr (Ortszeit) gerufen worden, nachdem dort Schüsse zu hören gewesen seien.

Eine solche Tat habe die rund 140 000 Einwohner zählende Stadt südöstlich von Los Angeles seit 1997 nicht mehr erlebt, sagte die Polizeisprecherin: „Orange ist normalerweise ruhig.“ Damals hatte ein Schütze, der zuvor seinen Job verloren hatte, vier Menschen getötet, ehe er von der Polizei erschossen wurde.

„Es ist schrecklich und herzzerreißend“, twitterte Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom. In den USA war es bereits der dritte vergleichbare Vorfall mit mindestens vier Toten in rund zwei Wochen. Am 22. März hatte ein Schütze im Bundesstaat Colorado zehn Menschen in einem Supermarkt getötet. Wenige Tage zuvor waren in drei Massage-Salons in und um Atlanta im US-Bundesstaat Georgia acht Menschen erschossen worden.

In den USA kommt es regelmäßig zu tödlichen Zwischenfällen mit Schusswaffen, die dort leicht zu kaufen sind. Die jüngsten Attacken fachten die politische Diskussion über schärfere Waffengesetze in dem Land neu an.

(ahar/dpa)