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Schaufensterpuppen im US-Restaurant: Stumme "Gäste" als Abstandhalter

Idee aus den USA : Schicke, stumme „Gäste“ als Abstandhalter im Restaurant

Einbahnstraßengänge, Plastikscheiben, Abstandhalterhüte: Wie sollen Restaurants Gäste vor einer Ansteckung schützen? Ein US-Gastronom will mit Schaufensterpuppen erreichen, dass sein Gastraum fast wie früher wirkt.

Um die wegen des Coronavirus nötige Distanz zwischen seinen Gästen zu gewährleisten, hat sich ein Restaurant im US-Bundesstaat Virginia etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Auf Plätzen, die wegen der Abstandsregeln nicht genutzt werden können, sitzen im "The Inn at Little Washington" Schaufensterpuppen. Diese seien extra "schick gekleidet" worden, erklärte Chefkoch und Besitzer Patrick O'Connell der Nachrichtenagentur AFP. Er hat sich die neuen "Gäste" extra für die Neueröffnung Ende Mai ins Restaurant geholt.

"Durch unsere Puppen haben wir ausreichend Platz zwischen den wirklichen Gästen und lösen vielleicht ein Lächeln aus", erklärte O'Connell. "Wir haben im Moment alle Sehnsucht nach anderen Menschen, sie müssen ja nicht immer real sein." Außerdem habe er schon immer ein Faible für Puppen gehabt, fügte er hinzu: "Sie beschweren sich niemals über irgendetwas und Du kannst viel Spaß haben, sie anzuziehen."

O'Connell hat die lebensgroßen Puppen pompös mit teuren Anzügen, Kleidern und viel Schmuck ausstatten lassen. Dieser Glamour hat seinen Grund: Das "The Inn at Little Washington" ist das einzige Drei-Sterne-Restaurant in der Umgebung von Washington, ein Menü kann mehrere hundert Dollar kosten.

jes

(peng/AFP)