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San José: Tote und Verletzte bei Schusswaffenangriff in Kalifornien

Polizei erschießt Angreifer : Tote und Verletzte bei Schusswaffenangriff im kalifornischen San José

Im kalifornischen San José ist es in einem Bahndepot zu einem Schusswaffenangriff gekommen. Mehrere Menschen wurden getötet – unter anderem der mutmaßliche Angreifer. Die Hintergründe des Falls sind noch unklar.

Ein Schütze hat an einem Zugdepot in der kalifornischen Stadt San Jose das Feuer eröffnet und acht Menschen getötet. Ein Polizeisprecher sagte am Mittwoch, dass auch der mutmaßliche Täter tot sei. Bei dem Vorfall habe es mehrere Verletzte gegeben. Bei dem mutmaßlichen Schützen handelte es sich um einen Mann. Wie er ums Leben kam, teilten die Behörden zunächst nicht mit.

Auch über das Motiv des Todesschützen konnten die Ermittler nichts sagen. Polizeisprecher Russell Davis erklärte aber, dass der Tatverdächtige ein Mitarbeiter des Unternehmens war. Das Zugdepot für Stadtbahnen gehört dem örtlichen Verkehrsverbund VTA. An dem Tatort seien mehrere Sprengsätze gefunden worden. Zudem habe es am frühen Morgen ein Feuer in dem Wohnhaus des Tatverdächtigen gegeben. Die Ermittlungen dauerten an, sagte Davis.

San Joses Bürgermeister Sam Liccardo sprach am Mittwoch von einem „sehr dunklen Moment für unsere Stadt und unsere Gemeinde“. Zunächst gehe es darum, denjenigen zu helfen, die von dem Angriff betroffen seien. Danach werde er seine Anstrengungen darauf richten, sicherzustellen, „dass wir nie wieder eine so schreckliche Tragödie wie diese in San Jose erleben“.

VTA-Chef Glenn Hendricks sagte: „Heute ist eine schreckliche Tragödie geschehen.“ In der betroffenen Anlage würden Stadtbahnen gewartet und abgefertigt. Zu dem Angriff sei es nicht im Operationszentrum gekommen. Der Stadtbahn-Verkehr werde ausgesetzt, dafür kämen vermehrt Busse zum Einsatz.

In den USA sind Schusswaffen weit verbreitet, die Regeln im Vergleich zu anderen Ländern sind vielerorts sehr lax. Die Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete allein 2019 insgesamt 39 707 Schusswaffen-Tote - also fast 110 pro Tag. Bei rund 60 Prozent der Fälle handelte es sich um Selbsttötungen.

(th/AFP)