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Rücktritte bei der Polizei nach tödlichem Schuss auf Schwarzen

Schuss bei Verkehrskontrolle : Polizistin tritt nach tödlichem Schuss auf Daunte Wright zurück

Auch ihr zuständiger Chef gab seinen Rücktritt bekannt. Er behauptet, die Schüsse seien „versehentlich“ gefallen - die Beamtin habe eigentlich einen Taser und keine Schusswaffe einsetzen wollen.

Zwei Tage nach dem Tod eines Schwarzen durch einen Polizeischuss bei einer Verkehrskontrolle im US-Staat Minnesota sind die Polizistin sowie der zuständige Polizeichef zurückgetreten. Der Bürgermeister von Brooklyn Center, Mike Elliott, hatte zuvor gesagt, er hoffe, dass ein solcher Schritt helfen könne, die Gemeinschaft zu heilen. Später gaben die Schützin, die seit 26 Jahren im Dienst war, und Polizeichef Tim Gannon ihre Rücktritte bekannt.

Der 20-jährige schwarze Daunte Wright ließ bei dem Einsatz sein Leben. Die Beamtin, die den tödlichen Schuss bei einer Polizeikontrolle am Sonntag (Ortszeit) abfeuerte, habe eigentlich eine Elektroschockpistole und keine Schusswaffe einsetzen wollen, hatte Gannon am Montag gesagt und von einer „versehentlichen Entladung“ gesprochen.

Gannon zeigte auf der Pressekonferenz die Aufzeichnung der Körperkamera der Beamtin. Darin ist zu hören, wie sie „Taser! Taser! Taser!“ ruft. Nach einem einzelnen Schuss aus ihrer Handfeuerwaffe ist zu sehen, wie das Auto des angeschossenen Mannes schnell davon fährt und die Beamtin sagt: „Heilige (Fluch), ich habe ihn erschossen.“

(dpa/desa)