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Rotterdam: Zoll fängt 90.000 Flaschen Wodka für Nordkoreas Führung ab

Schmuggelversuch auf chinesischem Schiff : Zoll fängt 90.000 Flaschen Wodka für Nordkoreas Führung ab

Laut der aktuellen UN-Sanktionen darf Wodka nicht nach Nordkorea exportiert werden. Im Hafen von Rotterdam hat der Zoll am Dienstag allerdings eine große Lieferung abgefangen. Angeblich waren die 90.000 Flaschen unter anderem für den Machthaber Kim Jong Un bestimmt.

Die illegale Fracht sei auf einem Schiff des chinesischen Unternehmens Cosco Shipping im Hafen von Rotterdam entdeckt worden, sagte Zoll-Sprecher Roul Velleman am Dienstag. Das Schiff war in Hamburg beladen worden und am Donnerstag in Rotterdam eingelaufen.

Die 90.000 Flaschen wurden am Freitag auf Anordnung des niederländischen Ministeriums für Außenhandel und wirtschaftliche Zusammenarbeit beschlagnahmt. Sie seien in einem Container unter einem Flugzeugrumpf geschmuggelt worden, wie Ministeriumssprecherin Sigrid Kaag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es sei "wichtig", dass die Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegen Pjöngjang durchgesetzt würden.

Wie die Zeitung "Algemeen Dagblad" berichtete, waren die hochprozentige Großlieferung direkt für den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und die Militärführung des international isolierten Landes bestimmt. Der niederländische Zoll bestätigte dies zunächst nicht. Kim trifft sich am Mittwoch in Vietnams Hauptstadt Hanoi mit US-Präsident Donald Trump.

"Das ist eine unglaubliche Geschichte. Das ist eine Geschichte, wie man sie in Krimis findet", sagte Zoll-Sprecher Velleman. Was mit den 90.000 Flaschen geschehen soll, sei noch nicht entschieden. Sie könnten nun zerstört oder versteigert werden.

(felt/AFP)