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Rom: Papst Franziskus besucht "sein" Kinderkrankenhaus

Päpstliche Weihnachtstermine : Papst Franziskus besucht "sein" Kinderkrankenhaus

Auch für Papst Franziskus beginnen die Weihnachtstermine: Ein Besuch im Kinderkrankenhaus, Glückwünsche und Ratschläge an die Kurie machten den Anfang.

Papst Franziskus hat am Samstagnachmittag das in Vatikannähe gelegene Kinderkrankenhaus Bambino Gesu besucht. Bei seiner Ankunft vor dem Klinikum auf dem römischen Gianicolo-Hügel wurde er von einer kleinen Gruppe von Kindern aus verschiedenen Ländern begrüßt, darunter Kinder aus Äthiopien, Ecuador, Libyen und China.

Die Kinder schenkten dem Papst selbstgemalte Bilder, einen kleinen Strauß mit weißen Rosen und ein Herz, Symbol des Klinikums. Bei seinem Rundgang wurde Franziskus vom Klinikumspräsidenten Giuseppe Profiti und seinem neuen Staatssekretär Erzbischof Pietro Parolin begleitet. "Das Krankenhaus des Papstes" genannt, wird die katholische Einrichtung regelmäßig von den Päpsten besucht.

Bei einer Begegnung in der Klinik-Kapelle übergaben die Kinder dem Papst einen Korb mit Botschaften, Träumen und Gebeten, die sie in den vergangenen Tagen gesammelt hatten. Papst Franziskus antwortete: "Liebe Kinder, ich danke euch für eure Träume und Gebete, die ihr in diesem Korb gesammelt habt. Wir wollen sie Jesus anvertrauen, der weiß, was tief in unserem Herzen ist. Und mit euch hat Jesus eine besondere Verbindung und er ist euch immer nahe", fügte er hinzu.

Papst verlangt Professionalität von der Kurie

In der traditionellen päpstlichen Weihnachtsansprache verlangte Franziskus von der Kurie in Rom Professionalität und Dienst an der Kirche. "Wenn die Professionalität fehlt, rutscht man langsam in den Bereich der Mittelmäßigkeit ab", sagte er in Richtung der Mitarbeiter der Kurie. Professionalität bedeute Sachkenntnis, Studium und Fortbildung.

Wenn man sich nicht dem Dienst für den Papst und die Bischöfe, für die Weltkirche und die Teilkirchen verpflichtet fühle, werde aus der römischen Kurie ein "schwerfälliges Zollamt, eine bürokratische Untersuchungs- und Kontrolleinrichtung", sagte der Papst. Das lasse dem "Wachsen des Gottesvolkes" keinen Raum. Franziskus wandte sich erneut auch deutlich gegen Tratsch im Vatikan, denn dieser verderbe den Menschen, er schade der Arbeitsqualität und dem Betriebsklima.

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(dpa/ KNA)