5000 Betroffene in Rolle am Genfersee Komplettes Dorf in der Schweiz gehackt

Genf · Die persönlichen Daten von den mehr als 5000 Bewohnern des Dorfs in der Schweiz sind im Darknet einsehbar. Die Bürgermeisterin sagt, man habe den Angriff zunächst unterschätzt.

 Ein Mann tippt auf einer Computer-Tastatur (Symbolfoto).

Ein Mann tippt auf einer Computer-Tastatur (Symbolfoto).

Foto: dpa-tmn/Silas Stein

Nach einem Hackerangriff sind einem Medienbericht zufolge persönliche Daten aller Bewohner einer Schweizer Gemeinde im Internet aufgetaucht. Die Stadtverwaltung von Rolle am Genfersee bestätigte am Mittwochabend, die Auswirkungen des Angriffs unterschätzt zu haben. Die Bürgermeisterin Monique Choulat Pugnale hatte zuvor der Zeitung „24 heures“ gesagt, der Angriff habe nur E-Mail-Server betroffen, nicht aber sensible Daten.

Das Nachrichtenportal „Watson“ hatte bereits in der vergangenen Woche über den Fall berichtet. Die Zeitung „Le Temps“ meldete nun unter Berufung auf einen IT-Experten, dass es sich bei der Ende Mai entdeckten Attacke um einen „massiven“ Angriff gehandelt habe.

Es habe nur 30 Minuten gedauert, im Darknet tausende amtliche Dokumente zu finden. Demnach seien alle rund 5400 Einwohner betroffen. Die Daten würden Geburtsdaten, Adressen, Sozialversicherungsnummern und mitunter sogar die Religionszugehörigkeit enthalten.

Der Zeitung zufolge sind unter den Dokumenten auch Informationen aus Schulen, darunter Noten von Schülern und Informationen über Corona-Fälle unter Kindern.

(lils/AFP)
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