1. Panorama
  2. Ausland

Blutüberströmter 57-Jähriger festgenommen: Ritualmord? Polizei findet neun Leichen in einem Haus

Blutüberströmter 57-Jähriger festgenommen : Ritualmord? Polizei findet neun Leichen in einem Haus

Fresno/USA (rpo). Einen grausamen Fund hat die Polizei in Fresno im US-Bundesstaat Kalifornien gemacht: Die Beamten haben in einem Wohnhaus neun aufeingestapelte Leichen gefunden, darunter befanden sich sieben Kinder. Ein 57 Jahre alter Mann ist festgenommen worden.

Bei den sechs weiblichen und drei männlichen Opfern im Alter von eins bis 24 handelte es sich höchstwahrscheinlich allesamt um Kinder des Tatverdächtigen Marcus Wesson. Der Blut überströmte 57-Jährige wurde nach Behördenangaben am Freitagabend festgenommen. Ein Ritualmord wurde nicht ausgeschlossen, zumal in dem Haus zehn Särge aufgereiht an der Wand standen.

Den Beamten bot sich am Tatort ein so grausiges Bild, dass einige von ihnen in Tränen ausbrachen und sofort psychologisch betreut werden mussten. Die Leichen, die in einem Stapel Wäsche lagen, waren so ineinander verkeilt, dass es Stunden dauerte, sie zu trennen und die genaue Zahl der Opfer zu ermitteln. Beamte trugen schließlich die toten Kinder auf ihren Armen aus dem Haus. Polizeichef Jerry Dyer sagte: "Ich bin seit 25 Jahren bei der Polizei in Fresno, aber so etwas wie das hier habe ich noch nie erlebt."

Die Polizisten waren ursprünglich wegen eines Sorgerechtsstreits gerufen worden. Frauen hatten erklärt, ein Mann habe ihnen ihre Kinder weggenommen. Später kamen die Beamten zu dem Ergebnis, dass auch diese Mütter vermutlich die Kinder Wessons waren. Nach ersten Ermittlungen soll er mit mindestens vier Frauen, zwei davon seine eigenen Töchter, Nachkommen gezeugt haben. Wegen möglicher Polygamie und Inzests sei er in der Nachbarschaft schon häufig aufgefallen, hieß es. Zuletzt habe er mit fünf Frauen und deren Kindern zusammengelebt. Zwei der Frauen hätten die Bluttat überlebt.

Polizeichef Dyer zufolge soll Wesson des neunfachen Mordes beschuldigt werden. Damit drohe ihm mit Sicherheit die Todesstrafe. Wie die Opfer umgebracht wurden, wollte die Polizei zunächst nicht mitteilen. Sie seien aber nicht verstümmelt worden, erklärte Dyer. Vorerst werde auch noch geprüft, ob es womöglich Mittäter gebe.