Rhätische Bahn: Elf Verletzte, als abgestürzter Waggon in Baum hängen bleibt

Zug-Unglück in der Schweiz : Abgestürzter Waggon blieb in Baum hängen

Ein schweres Zugunglück im Schweizer Kanton Graubünden ist glimpflicher ausgegangen als zunächst befürchtet.

Nach Angaben von Polizei und Rhätischer Bahn fuhr ein Zug mit rund 200 Passagieren am Mittwochmittag in der Nähe der Ortschaft Tiefencastel auf einen Erdrutsch und entgleiste. Ein Wagen stürzte den Steilhang einer Schlucht hinab, blieb aber an Bäumen hängen. Die Polizei sprach von fünf schwer- und sechs leichtverletzten Passagieren.

Insgesamt entgleisten den Angaben der Polizei drei Wagen. Auf Bildern Schweizer Online-Medien war zu sehen, wie einer der Wagen halb über der Schlucht hängt, während ein zweiter am Steilhang offenbar von Bäumen aufgehalten wurde.

KRASS! Bilder von Leserreportern zeigen die Dramatik bei der Entgleisung der Rhätischen Bahn. http://t.co/xICVTqZHrD pic.twitter.com/ABO9c0UVH7

Ein Passagier sagte dem Portal "20 Minuten", der Zug habe plötzlich gestoppt. Alle Insassen des halb von der Trasse gesprungenen Wagens hätten sich in den hinteren Teil gedrängt, um zu verhindern, dass er endgültig in die Schlucht rutscht.

Polizei und Rettungskräfte brauchten nach Angaben der Nachrichtenagentur SDA drei Stunden, um alle Passagiere zu bergen. Vor Ort waren bis zu hundert Rettungskräfte und vier Helikopter im Einsatz. Mehrere unverletzte Passagiere machten sich unterdessen zu Fuß auf den Weg nach Tiefencastel.

Der Zug war von St. Moritz nach Chur unterwegs, als er gegen 12.45 Uhr nahe Tiefencastel entgleiste. In der bewaldeten und schwer zugänglichen Gegend hatte es in den vergangenen Tagen stark geregnet.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Entgleiste Rhätische Bahn wird von Bäumen aufgefangen

(afp/dpa)
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