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Prinz Philip zieht sich im Herbst 2017 aus der Öffentlichkeit zurück

Britische Royals : Prinz Philip geht in den Ruhestand

Großbritanniens Prinz Philip will künftig kürzer treten. Ab Herbst werde er keine offiziellen Termine mehr wahrnehmen, teilte der Buckingham-Palast mit. Seine Frau, Queen Elizabeth II., halte aber am vollem Programm ihrer Amtspflichten fest.

Bis August werde Prinz Philip seinen königlichen Pflichten weiter nachkommen, kündigte der Buckingham-Palast am Donnerstag an. Dann werde er sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Der 95-Jährige behalte den Vorsitz zahlreicher wohltätiger Organisationen inne, werde aber keine aktive Rolle mehr einnehmen. Für diese Entscheidung habe der Duke von Edinburgh die volle Unterstützung von Königin Elizabeth II., seiner Frau.

Kurzfristiges Treffen der Mitarbeiter im Buckingham-Palast. Foto: ap, TH

Eine Begründung für den Rückzug aus der Öffentlichkeit des 95-Jährigen wurde nicht genannt. Prinz Philip litt in der Vergangenheit an Herzproblemen, behielt aber dennoch ein umfangreiches öffentliches Programm bei. Über mögliche neue Gesundheitsprobleme ist in der Öffentlichkeit nichts bekannt. Am Mittwoch hatte er einen Cricketclub besucht. Dort zeigte er sich bestens gelaunt. Er wird im Juni 96 Jahre alt. Elizabeth und Philip haben im November 1947 geheiratet, keine sechs Jahre später bestieg sie den Thron.

Auch die Queen hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche Ehrenämter an ihre Familie abgegeben, ist aber nach wie vor auf zahlreichen Terminen und wirkt für ihr Alter erstaunlich rüstig. Die 91-Jährige werde ihren Verpflichtungen auch weiter nachkommen, teilte der Buckingham-Palast weiter mit. "Ihre Majestät wird das volle Programm ihrer offiziellen Verpflichtungen fortführen mit der Unterstützung der königlichen Familie."

Die Königin hatte am Mittwochnachmittag noch ein Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May im Palast. May hatte die Queen — wie traditionell üblich — über die Auflösung des Parlaments unterrichtet. Die Briten wählen am 8. Juni ein neues Unterhaus.

Der Buckingham-Palast hatte seine Mitarbeiter für Donnerstagvormittag zu einem dringenden Treffen zusammengerufen. Daraufhin hatte es Spekulationen um den Gesundheitszustand der Queen gegeben. Die Nachrichtenagenturen dpa und AP meldeten aber übereinstimmend, dass es "keinen Grund zur Besorgnis" gebe. Sie beriefen sich auf Informanten im Umfeld der königlichen Familie.

(wer/AFP/dpa/AP)