Polizei sperrt Teil von Brüssel ab - Bewaffneter in Forest gesichtet

Berichte über bewaffneten Mann: Polizei sperrt Teil von Brüssel ab

Die belgische Polizei hat am Donnerstagmittag nach Meldungen mehrerer Medien über einen bewaffneten Mann Teile des Brüsseler Stadtteils Forest abgeriegelt.

Aufnahmen der Nachrichtenagentur AP zeigten am Donnerstag, wie bewaffnete Polizisten Schutz hinter Gebäuden suchten. Ein Polizeihubschrauber kreiste über der Gegend.

Die Polizei hatte am Mittag in dem Vorort mehrere Straßen abgeriegelt, nachdem Zeugen zunächst einen Mord und dann die Präsenz bewaffneter Männer in einem Gebäude gemeldet hatten. Der Hintergrund scheine ein privater Streit zu sein und es deute nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin, sagte der Bürgermeister von Forest, Marc-Jean Ghyssels, dem belgischen Fernsehsender RTBF.

Gegen Mittag habe ein Mann polnischer Nationalität von einem Mord erzählt, der am Morgen in Vorst verübt worden sei, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Polizeibeamte hätten die von dem Mann genannte Adresse aufgesucht, jedoch nichts gefunden. Andere Zeugen hätten dann "Probleme" in einem Gebäude in der Nähe gemeldet, sagte die Sprecherin.

Bürgermeister Ghyssels sagte dem Sender RTBF, die Polizei gehe Berichten über Bewaffnete in einem Gebäude nach. "In einem solchen Fall werden Spezialkräfte gerufen, um zu überprüfen, was in dem Gebäude vor sich geht und ob es Bewaffnete gibt", sagte er.

In Forest hatte sich einer der Attentäter der Pariser Terroranschläge vom November 2015, Salah Abdeslam, versteckt. Er war dort nach einem Schusswechsel mit der Polizei gefasst worden. Es gab zunächst keine Anzeichen dafür, dass der jetzige Vorfall etwas mit Terrorismus zu tun hat. Polizeisprecherin Kathleen Calie sagte, das Gebiet sei nach etwa drei Stunden wieder freigegeben worden. Terrorismus könne ausgeschlossen werden.

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(felt)