Philadelphia: Professor aus USA verprasst Forschungsgeld in Stripclub

Veruntreuung in den USA : Uni-Professor verprasst 190.000 Dollar in Stripclubs - dabei war es Forschungsgeld

Ein Uni-Professor soll in den Vereinigten Staaten Geld veruntreut haben, das eigentlich für ein Forschungsprojekt der Marine vorgesehen war. Der Mann hat die Hochschule mittlerweile verlassen – und einen Teil zurückgezahlt.

Ursprünglich war das Geld für ein Forschungsprojekt der US-Marine vorgesehen – am Ende landeten die 190.000 Dollar fast vollständig in den Händen von leicht bekleideten Frauen. Ein Professor der Drexel Universität in Philadelphia hat über Jahre immer wieder Teile von Forschungsgeldern abgezwackt und privat ausgegeben. Das meiste davon landete in einem Stripclub, berichtet unter anderem der „Philadelphia Inquirer“.

Das US-Justizministerium hat bekannt gegeben, sich mit der Drexel Universität auf einen Vergleich geeinigt zu haben. Ein Verfahren wird es deshalb gegen den Professor nicht geben. Die Behörden hatten bereits 2017 Ermittlungen gegen den Mann aufgenommen. Demnach soll er im Jahr 2007 zum ersten Mal Geld veruntreut haben. Unter den Abrechnungen fanden sich auch Einkäufe auf Itunes. Mit dem Forschungsgeld sollten neue Technologien für die US-Streitkräfte erforscht werden. Mittlerweile hat der Professor etwa 53.000 Dollar zurückgezahlt.

Der 56-Jährige lehrte 27 Jahre an der Universität in Philadelphia und war Direktor der Abteilung für Elektro- und Computer-Ingenieurswesen. Bereits 2015 hatte er die Hochschule verlassen. In seiner Karriere soll er insgesamt etwa zehn Millionen Dollar Forschungsgeld erhalten haben.

(atrie)
Mehr von RP ONLINE