Posse in Österreich: Phallus soll vor Oster-Pilgern versteckt werden

Posse in Österreich : Phallus soll vor Oster-Pilgern versteckt werden

Kurioser Vorfall kurz vor Ostern: Ein mehr als zwei Meter großer Phallus sorgt im österreichischen Traunkirchen für Aufsehen. Die Penis-Skulptur steht in Sichtweite eines Pilgerwegs, der zu Ostern stark frequentiert wird.

Abgebaut wird der Phallus, der im Garten eines Kunst- und Immobilienhändlers steht, vor Ostern aber wohl nicht mehr. Wie der Kunsthändler Jürgen Hesz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte, sei der Vorstoß der Gemeinde, einen Sichtschutz aufzustellen, verworfen worden. Stattdessen habe er jetzt ein großes Kondom zur Verhüllung in Auftrag gegeben. "Welche Farbe es haben wird, steht noch nicht fest."

Es solle aber einen Aufdruck bekommen: "Gelobt sei, was hart macht. Oder: Gelobt sei, was hart wird", so Hesz. Bürgermeister Christoph Schragl ist noch nicht so recht glücklich mit diesem Schritt. "Ich setze auf ein persönliches Gespräch und eine einvernehmliche Lösung", erklärte Schragl.

Der Kunsthändler wehrte sich indes gegen Vorwürfe, er habe die Skulptur in seinem drei Hektar großen Park als Racheakt extra in Sichtweite des Pilgerwegs positioniert. "Dahinter steckt keine böse Absicht oder Gemeinheit", sagte Hesz. Er habe den Penis vielmehr im Zuge des "Frühlingserwachens" im Park umgestellt.

Die Skulptur könnte der österreichischen Stadt jetzt sogar nützen: Angesichts der aufsehenerregenden Geschichte rund um den Phallus geht Bürgermeister Schragl davon aus, dass an diesem Osterwochenende deutlich mehr Pilger kommen als sonst.

(kess/dpa)
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