Paris: Tränengaswolken bei Demons auf Champs-Élysées

Unruhen in Paris : Tränengaswolken bei Demons auf Champs-Élysées

Bei Demonstrationen in Paris hat es am Samstag Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben.

Bei einem friedlichen Protestmarsch gegen den Klimawandel am Nachmittag mischten sich schwarz gekleidete Personen unter die mehreren tausend Demonstranten, zertrümmerten das Fenster einer Bank und steckten eine provisorische Barrikade in Brand. Die Polizei setzte Tränengas ein, wie zuvor bei einer Demonstration der Gelbwestenbewegung.

Die Demonstranten hatten sich über ein Kundgebungsverbot in weiten Teilen des Pariser Zentrums hinweggesetzt und waren auch auf die davon betroffene Prachtstraße Champs-Élysées gegangen. Auch in der Umgebung wurden kleine Demonstrantengruppen zerstreut, die Polizei meldete mindestens 106 Festnahmen. Es seien 1249 Sicherheitsüberprüfungen vorgenommen worden, gegen mehr als 100 Personen seien Geldstrafen über 135 Euro wegen Demonstrierens in einem Sperrgebiet verhängt worden.

Anhänger der „Gelbwesten“ protestieren seit vergangenem November gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron und soziale Ungerechtigkeit. Die Bewegung ist zersplittert und nicht zentral organisiert, die Themenpalette mittlerweile sehr breit. Häufig tragen die Demonstranten auch gar nicht mehr einheitlich die gelben Warnwesten, nach denen die Bewegung benannt ist.

Wegen von der Gelbwesten-Bewegung, Umweltschützern und einer Gewerkschaft angemeldeten Demonstrationen waren mehr als 7000 Polizisten im Einsatz. Viele Demonstranten trugen diesmal nicht die leuchtenden Warnwesten, die der Bewegung gegen soziale Ungerechtigkeit den Namen gegeben hat.

(felt/dpa)
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