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Papst Franziskus fordert verantwortlichen Umgang mit Neuen Medien

"Sowohl hinderlich als auch förderlich" : Papst fordert verantwortlichen Umgang mit Neuen Medien

Papst Franziskus ruft Eltern auf, ihre Kinder zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Neuen Medien zu erziehen.

Solche Kommunikationsmittel könnten in Familien "sowohl hinderlich als auch förderlich sein", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Botschaft des Papstes zum katholischen Weltmedientag. Zugleich kritisiert Franziskus darin eine verzerrte Berichterstattung über Familien. Diese dürften nicht nur als "Problem oder Institution in der Krise" dargestellt werden.

Bedenklich seien Neue Medien dann, erklärt der Papst, wenn sie dazu führten, nicht mehr zuzuhören, sich innerlich abzusondern und "jeden Augenblick der Stille und des Wartens zu übertönen". Hilfreich seien sie hingegen, wenn sie den Austausch und das Erzählen förderten oder Kanäle seien, um "Dank zu sagen und um Verzeihung zu bitten und immer wieder Begegnungen zu ermöglichen".

Franziskus fordert die Familien auf, ihr Verhältnis zu den Neuen Medien selbst aktiv zu gestalten und sich nicht von diesen steuern zu lassen. Dies könne jedoch nur gelingen, wenn die persönliche Begegnung ihren zentralen Stellenwert im Familienleben behalte. Eltern müssten auf diesem Feld die "ersten Erzieher" sein, so Franziskus. Hierbei dürften sie jedoch nicht alleingelassen werden und müssten von christlichen Gemeinden Unterstützung erfahren.

Zentrale Rolle der Familie hervorgehoben

Weiter wendet sich der Papst gegen eine "Tendenz" der Medien, Familien nur als "abstraktes Modell" oder Ideologie darzustellen, die es zu verteidigen oder anzugreifen gelte. Es fehle oft der Blick auf die konkrete Realität der Familie als Ort, "wo wir alle lernen, was es bedeutet, in der empfangenen und geschenkten Liebe zu kommunizieren".

Insgesamt hebt Franziskus in dem dreieinhalbseitigen Schreiben die zentrale Rolle der Familie als Schule der Kommunikation hervor. Die "erste Schule der Kommunikation" sei der Mutterleib. Der "positive Kreislauf" von Empfangen und Geben sei die Kernkompetenz der Familie und das Muster für jede Kommunikation.

Der 1963 ins Leben gerufene katholische Welttag der sozialen Kommunikationsmittel wird in vielen Ländern am ersten Sonntag vor Pfingsten begangen. In diesem Jahr ist dies der 31. Mai. Das diesjährige Thema lautet: "Darstellen, was Familie ist: Privilegierter Raum der Begegnung in ungeschuldeter Liebe".

In Deutschland fällt er traditionell auf den zweiten Sonntag im September. Der Papst veröffentlicht seine Botschaft zu diesem Thementag jährlich am 24. Januar, dem Fest des heiligen Franz von Sales (1567-1622); er ist Patron der Journalisten.

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(KNA)