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Panda-Mama Huan Huan in Frankreich bringt Zwillinge zur Welt

Nachwuchs in französischem Zoo : Panda-Mama in Frankreich bringt Zwillinge zur Welt

Doppeltes Baby-Glück: In einem Zoo in Zentralfrankreich hat Panda-Mama Huan Huan Zwillinge zur Welt gebracht. Im März waren Experten des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in den französischen Zoo geeilt, um bei der künstlichen Besamung des Panda-Weibchens zu helfen.

Eine Riesenpandabärin hat in einem Zoo in Frankreich Zwillingsjunge zur Welt gebracht. Der Zoo in Beauval südlich von Paris teilte mit, die Mädchen seien am frühen Morgen geboren worden und „sehr lebhaft, rosig und prall“. Die kleinen Pandas wiegen 149 und 129 Gramm. Ihre Mutter Huan Huan und ihr Vater Yuan Zi sind eine Leihgabe aus China. Bereits 2017 bekam das Pärchen Nachwuchs, den damals ersten in Frankreich geborenen Panda.

„Huan Huan kümmert sich sehr gut um sie“, lobte der Zoo das erfahrene Muttertier in der Mitteilung. Sie habe die Jungen saubergeleckt, manchmal sei leises Jammern zu hören. Das Geschlecht der Jungtiere wurde nach Angaben des Zoos von den chinesischen Experten bestimmt, die sich um sie kümmern. Endgültige Klarheit gibt es aber noch nicht, da die äußeren Geschlechtsorgane bei Pandas erst im Alter von mehreren Monaten zu sehen sind.

Der Zoo hatte im März begeistert verkündet, Huan Huan und Yuan Zi hätten sich acht Mal gepaart. Um die Chancen auf Nachwuchs zu erhöhen, nahmen Tierärzte zusätzlich eine künstliche Befruchtung vor. Riesenpandas haben Schwierigkeiten, sich fortzupflanzen, ihre Schwangerschaften sind schwer zu verfolgen. „Diese Geburten sind immer sehr außergewöhnlich, aber sie bringen auch einige Überraschungen mit sich“, sagte Delphine Delord, Direktorin des Zoos von Beauval.

Die Jungtiere erhalten erst im Alter von 100 Tagen ihren Namen. Die ersten Jahre ihres Lebens werden sie in Frankreich verbringen, bevor sie nach China geschickt werden, wie der Zoo erklärte. Auch andere Zoos in Europa halten Riesenpandas, in Ländern wie Deutschland, Österreich, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden.

In China leben noch etwa 1800 dieser Tiere in freier Wildbahn, rund 500 werden in Zoos gehalten. Jahrzehntelang schenkte China befreundeten Nationen sein inoffizielles Maskottchen im Rahmen der so genannten „Panda-Diplomatie“. In jüngerer Zeit hat das Land Pandas gegen eine Gebühr an Zoos ausgeliehen.

(zim/dpa)