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Grenada statt Granada: Paar verklagt Airline

Grenada statt Granada : Paar verklagt Airline

Ein Paar aus den USA wollte nach Granada in Spanien fliegen. Stattdessen landeten sie nach einem Zwischenstopp in London auf der Karibikinsel Grenada. Nun haben sie die Fluggesellschaft British Airways verklagt. Die Begründung: Die Airline habe ihre Ferien ruiniert.

Edward Gamson und seine Partnerin wollten den Gerichtsakten zufolge von Washington über London nach Granada reisen. Das hätten sie auch einem British-Airways-Angestellten gesagt, der die Tickets für sie reserviert habe. Bis nach London klappte auch alles gut. Doch von dort ging es dann wieder zurück über den Atlantik nach Grenada. Den Fehler bemerkten sie erst, als sie in der Luft waren und auf dem Monitor im Sitz vor ihnen die Flugroute angezeigt wurde.

British Airways erklärte am Mittwoch, man habe dem Paar umfassende Hilfe angeboten. So habe man neue Flüge nach Granada angeboten, ebenso wie Vielfliegerpunkte in einem Volumen, mit dem sich das Paar einen anderen gleichwertigen Flug hätte leisten können. Gamson bezeichnete das Angebot jedoch als nicht angemessen angesichts des entstandenen Ungemachs.

Die Klage wurde bereits im März bei einem Gericht in Washington eingereicht. Gamson fordert 34.000 Dollar (knapp 25.000 Euro), dazu die Gerichtskosten und andere Auslagen. Anfang Juni lehnte ein Richter den Antrag von British Airways ab, den Fall einzustellen.

Laut den Gerichtsakten waren Gamson und seine Partnerin nicht die einzigen fehlgeleiteten Passagiere: Als sie auf der Karibikinsel landeten, erklärte ein Mitglied des Bodenpersonals, dass sich die gleiche Situation bereits eine Woche zuvor zugetragen hatte.

(ap)