Olympia-Sieger Peter Seisenbacher soll als Trainer Mädchen missbraucht haben

Verhaftung in Kiew: Judo-Olympiasieger soll als Trainer Mädchen missbraucht haben

Der österreichische Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher soll während seiner Zeit als Trainer mehrere Mädchen sexuell missbraucht haben. Der 57-Jährige wurde nun in der Ukraine gefasst.

Der frühere Spitzensportler wurde am Dienstag in seiner Wohnung in der ukrainischen Stadt Kiew gefasst, wie die Ermittler in Wien mitteilten. Seisenbacher wurde sieben Monate lang mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Dem Mittelgewichts-Champion der Olympischen Spiele von 1984 und 1988 wird vorgeworfen, als Trainer zwei Mädchen missbraucht zu haben. In einem dritten Fall wird ihm versuchter Missbrauch zur Last gelegt. Die Übergriffe sollen ab Ende der 1990er Jahre erfolgt sein. Eines der Opfer war damals elf Jahre alt und soll über drei Jahre hinweg von ihm sexuell belästigt worden sein.

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Seisenbacher war im Dezember nicht zu einem Gerichtstermin in Wien erschienen und war seither zur Fahndung ausgeschrieben. Zu den Vorwürfen hat er sich nie geäußert.

(sbl)