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Österreich: Berg-Regionen verzeichneten 2020 weniger Tote, aber mehr Verletzte

Weniger Tote, mehr Verletzte : 261 Menschen starben 2020 in Österreichs Bergen

In den Bergen Österreichs sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen. 2020 verunglückten insgesamt 261 Sportler und Wanderer tödlich, wie das Kuratorium für alpine Sicherheit am Mittwoch in Innsbruck mitteilte.

Im Jahr 2019 waren es noch 304 Menschen gewesen. Unter den Ausländern waren besonders Deutsche (48) betroffen. Fast 85 Prozent der Opfer waren Männer.

Während die Todeszahlen deutlich sanken, gab es mit 7500 Fällen (plus 500) einen großen Anstieg bei Verletzten. Nur während des ersten harten Lockdowns aufgrund der Corona-Krise in Österreich im März und April verzeichneten die Einsatzkräfte einen starken Rückgang.

Zwischen Januar und Dezember 2020 gab es bei 58 Lawinenunfällen insgesamt elf Tote. Wie in den vergangenen Jahren blieb das bei Touristen beliebte Tirol an der Spitze der Unglücksstatistik.

Die gefährlichste Aktivität in den Alpen war im Vorjahr das Wandern und Bergsteigen mit 98 Toten, auf der Piste beim Skifahren starben 30 Menschen, bei Ski-Touren 21 Personen. Rund ein Viertel der Todesfälle ist Forstarbeiten oder etwa der Jagd im Gebirge zuzurechnen. Neben Herz-Kreislaufversagen waren das Stürzen und Stolpern sowie Abstürze die Hauptunfallursachen.

(felt/dpa)