Notlandung auf Strand bei Lissabon: Mann und Kind getötet

Notlandung eines Leichtflugzeugs: Mann und Kind an Strand bei Lissabon getötet

Bei der Notlandung eines Leichtflugzeugs auf einem gut besuchten Strand bei Lissabon sind am Mittwoch zwei Badegäste ums Leben gekommen.

Bei den Toten handle es sich um einen 50-jährigen Mann und ein achtjähriges Mädchen, berichteten portugiesische Medien.

Augenzeugen sagten, dass das Flugzeug offenbar in Schwierigkeiten geraten und in niedriger Höhe über die Hunderten Menschen am Strand von São João da Caparica geflogen sei, bevor es schließlich hart aufsetzte. Die Menschen am Strand seien in Panik geflüchtet – einige von ihnen ins Meer. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass eine Tragfläche offenbar abgeknickt war.

Das getötete Mädchen war den Augenzeugenberichten zufolge mit seinen Eltern am Strand, die unverletzt blieben. Der 50-Jährige habe auf einem Handtuch gelegen, als das Flugzeug über seine Beine gefahren sei, hieß es.

Psychologen betreuten die geschockten Badegäste

Zunächst habe die Maschine den Mann tödlich getroffen. Dann sei sie – bereits mit einem zerschellten Flügel – noch etwa 50 Meter weitergeschlittert und habe das Kind erfasst. An dem Strand waren zahlreiche Hilfskräfte im Einsatz, darunter auch Psychologen, die die geschockten Badegäste betreuten.

Pilot und Co-Pilot der Maschine des Typs Cessna 152 seien unverletzt geblieben und von der Polizei verhört worden, um die Gründe für die Notlandung zu klären, so die Zeitung "Público". Medienberichten zufolge stammt das Leichtflugzeug aus einem Aeroclub im portugiesischen Torres Vedras. Die Insassen waren demnach offenbar ein Fluglehrer und sein Schüler.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Zwei Tote nach Notlandung von Kleinflugzeug in Portugal

(csi/ap/dpa)