Nordkoreanische Hacker stecken wohl hinter Cyber-Bankraub in Taiwan

Weitere Angriffe befürchtet: Nordkorea steckt wohl hinter Cyber-Bankraub in Taiwan

Die nordkoreanische Hackergruppe "Lazarus" soll einen Cyber-Bankraub in Taiwan begangen haben - die gleiche Gruppe, die auch für den 81-Millionen-Dollar-Diebstahl bei der Zentralbank von Bangladesch verantwortlich sei. Experten rechnen mit weiteren Angriffen.

"Sie werden nicht einfach verschwinden. Sie haben die Mittel aufgebaut. Sie werden immer wieder zurückkehren", sagte Adrian Nish von der britischen Cyber-Sicherheitsfirma BAE Systems am Montag. Der Angriff galt der taiwanischen Far Eastern International Bank. Hacker wollten um die 60 Millionen Dollar stehlen, bis auf 500.000 Dollar habe die Bank das Geld aber sicherstellen können.

Nach früheren Angaben von BAE hatte Lazarus auch versucht, Geld von Banken in Mexiko und Polen zu stehlen, es gebe aber keine Anzeichen dafür, dass es gelungen sei. Nach dem Bankraub von Bangladesch im vergangenen Jahr haben die Geldhäuser sowie der Zahlungsdienstleister Swift ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

Es wird seit längerem vermutet, dass die Regierung in Pjöngjang hinter der Gruppe Lazarus steckt. Experten zufolge hat Nordkorea seine Online-Hacking-Fähigkeiten verstärkt, um an harte Devisen zu kommen. Wegen des Atomwaffen- und Raketenprogramms ist das Land mit internationalen Sanktionen belegt.

(REU)