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New Yorker Parade ehrt systemrelevante Berufsgruppen als "Hometown Heroes"

„Hometown Heroes“ : Große Parade in New York ehrt systemrelevante Berufsgruppen

Ärzte, Pflegepersonal, Lieferanten, U-Bahn-Fahrer: New York hat mit einer großen Parade die Mitarbeiter systemrelevanter Branchen in der Corona-Pandemie gewürdigt. In sengender Hitze jubelten ihnen viele Zuschauer zu.

Vertreter der verschiedenen systemrelevanten Berufsgruppen marschierten am Mittwoch über den Broadway und ließen sich von den Bewohnern der Millionenstadt an der US-Ostküste als "Helden" feiern. Ehren-Anführerin der Parade war die Krankenschwester Sandra Lindsay aus Queens. Sie war als erster Mensch in den USA gegen Covid-19 geimpft worden.

Die Route der Parade führte durch den von Wolkenkratzern gesäumten „Canyon of Heroes“, aus dessen Fenstern das Konfetti in der Vergangenheit schon auf viele Helden rieselte - von Charles Lindbergh nach dessen erstem Transatlantikflug bis zur Frauenfußball-Nationalmannschaft nach ihrem letzten Sieg. Zahlreiche Menschen versammelten sich am Straßenrand, um nun denjenigen gegenüber ihren Dank zum Ausdruck zu bringen, die die Stadt in den schlimmsten Pandemiezeiten versorgt haben.

"Diese oft nicht anerkannten Arbeiter des Alltags haben uns buchstäblich das Leben gerettet", sagte die New Yorkerin Melinda Mlinac. Sie sei gekommen, um ihnen zu danken. Dankesworte allein seien aber nicht ausreichend - die Berufsgruppen müssten auch höhere Löhne erhalten.

"Sie sind die wahren Helden", sagte die Medizinerin Yomaris Pena. "Die Busfahrer, die U-Bahn-Fahrer, die Leute, die die Krankenhäuser geputzt haben, die Krankenschwestern, die Mitarbeiter in Lebensmittelgeschäften."

New York war im vergangenen Frühjahr das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA, mehr als 33.000 Menschen starben in der Millionenstadt. Mit einem harten Lockdown konnte die Lage schließlich unter Kontrolle gebracht werden. Angesichts der stark gesunkenen Infektionszahlen und der Fortschritte bei der Impfkampagne wurden die Corona-Beschränkungen inzwischen weitestgehend aufgehoben.

In weiten Teilen der USA ist inzwischen der Alltag zurückgekehrt - allerdings ist die Zahl der Infektionen zuletzt wieder angestiegen. Im Siebentagesschnitt lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen zuletzt bei knapp 14.000, ein Anstieg um 21 Prozent im Vergleich zu vor zwei Wochen. Die Delta-Variante des Coronavirus macht in den USA inzwischen nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als 50 Prozent der Infektionen aus.

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Sorgen bereitet den Behörden die ins Stocken geratene Impfkampagne. Die USA verfehlten das von Präsident Joe Biden ausgerufene Ziel, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli 70 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten haben sollen. Derzeit liegt der Anteil bei etwas über 67 Prozent. Die Infektionszahlen steigen derzeit besonders in Regionen mit niedrigen Impfraten, etwa im Süden und im Mittleren Westen.

(peng/AFP)